Porträt

laut.de-Biographie

Plants And Animals

Kanadische Bands, man denke nur an Arcade Fire, Broken Social Scene oder die Stars, haben immer etwas von verschneiten Tannenwäldern, Bergketten und heimelige Holzhütten in ihrem Sound. So auch Plants And Animals, die auf der gedanklichen Top-Ten-Liste kanadischer Musiker nicht fehlen dürfen.

Warren C. Spider, Matthew 'the Woodman' Woodley und Nicolas Basque finden sich Anfang der 2000er in Montreal, längst bekannt als Schmelztiegel einer florierenden Musikszene, zusammen. Die erste EP ist schnell veröffentlicht: "Plants And Animals" versammelt fünf instrumentale, folkige Tracks, die sich in losen Strukturen zu epischer Breite ausdehnen. In ihrer Heimat machen sich die Drei schnell einen Namen in Kennerkreisen. Ihre zweite EP "With/Avec" untermauert den guten Ruf. Bei Secret City finden die Jungs eine Heimat und befinden sich dort mit Patrick Watson in bester Gesellschaft.

2008 geht das Trio auf Albumlänge: "Parc Avenue" überdehnt die Genregrenzen von Folk, Indierock und Psychedelica. Warrens teils ruhiger, teils fiebriger Gesang, gepaart mit erdigen Melodien, filigranen Piano-Arrangements und klassischen Gitarrenriffs, veranlasst selbst die Hipsterkönige von Pitchfork zum Ritterschlag: Acht Punkte gibts für das Debütalbum, eine Nominierung für den Polaris Music Prize folgt auf dem Fuße. Der Preis geht an Caribou - keine Schande, gegen den Landsmann zu verlieren. Das Lob aus Übersee verhilft Plants And Animals hierzulande allerdings kaum zu Ruhm und Ehren. Sie bleiben vorerst ein Geheimtipp, "Parc Avenue" erscheint lediglich in den USA und Kanada.

Der großartige Erstling fährt der Band Touren mit Broken Bells, Wolf Parade und The National ein. 2010 veröffentlichen die Kanadier "La La Land". Kräftiger und lauter als das Debüt klingt der Zweitling. Er verbindet die analoge Soundästhetik der 70er mit mal verträumten, mal energetischen Indierock-Arrangements.

Die kanadische Zeitung The Globe And Mail zeigt sich begeistert: "Facettenreich, mit einem feinen Gespür für die Dringlichkeit von Radiohead, die Intensität von Arcade Fire und einer coolen Version von dreckigem Basement-Rock'n'Roll." Die Jungs selbst beschreiben ihre Musik als "Post-Classic Rock" - eine Kategorisierung, die der Vielseitigkeit von Plants And Animals sicher nicht gerecht wird.

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