Porträt

laut.de-Biographie

Patrick Watson

Auf dem Haldern Popfestival 2007 macht der kanadische Sänger und Pianist Patrick Watson erstmals hierzulande auf sich aufmerksam. Patrick Watson aber nur als musikalisches Soloprojekt zu sehen, wird der Musik des kanadischen Quartetts nicht gerecht.

Im Jahr 2000 gründet Patrick die Band, die erst mit den drei weiteren Mitgliedern zu dem wird, was sie ist: eine eindringliche cineastische Klangkulisse, die Elemente der Klassik, des Jazz und des Rock ebenso in die epischen Dramaturgien einwebt wie Psychedelic- und Pop-Elemente.

"Der Schlagzeuger Robbie Kuster kommt vom Jazz, Gitarrist Simon Angell aus der Rockmusik, ist aber auch Jazzer, und Bassist Mishka Stein kommt von der Led Zeppelin-Rockschule", so Watson. Der brüchige, ergreifende Gesang Watsons - dessen Klangfarbe der des verstorbenen Jeff Buckleys ähnelt - ist dabei an Eindringlichkeit kaum zu überbieten.

Patrick Watson erblickt 1979 im nahe Montreal gelegenen Hudson das Licht der Welt. Als Siebenjähriger startet er seine Gesangskarriere als Chorknabe und genießt später eine Ausbildung zum klassischen Pianisten am Vanier College in Montreal. Erste Banderfahrung sammelt er in einer Ska-Jazz-Band namens Gangster Politics der auch der Gitarrist Simon Angell angehört.

2001 verlässt er diese aber wieder, um eigene Projekte ins Leben zu rufen. "Wir hatten zwar nie Erfolg, aber ich bin trotzdem stolz auf diesen Schritt. Ich brauchte das einfach als Ausgleich zu meinem Klavierstudium. Es war eine tolle Erfahrung, studieren und nebenher Musik machen zu können."

Mit seiner Freundin und Fotografin Brigitte Henry realisiert er ein musikalisch-visuelles Projekt, ein Buch mit CD mit dem Titel "Waterproof/Portraits sous l'eau" (Portraits unter Wasser). Daraufhin veröffentlicht er 2001 sein erstes Solowerk "Waterproof9", ein rein instrumentelles Album. 2003 erscheint der zweite Longplayer mit dem Titel "Just Another Ordinary Day", der den eingeschlagenen Weg des Erstlings fortführt.

Erst mit "Close To Paradise", das 2007 in den Läden steht, öffnet sich der Kanadier klassischen Songstrukturen. "Mir wurde bewusst, wie toll es ist, den Menschen eine Nachricht auf einem Album zu hinterlassen. Versteh' mich nicht falsch, Instrumentalmusik kann sehr ausdrucksstark sein. Mir geht es aber um mehr: Ich will mein innerstes Denken artikulieren, und am besten geht das mit Lyrics."

Der Titel "Close To Paradise" ist eine Hommage an den Maler Rodney Dixon, den Watson sehr schätzt. Die Wertschätzung für die musikalischen Mitstreiter, die mit kammermusikalischem wie Rockinstrumentarium die Vielschichtigkeit der Kompositionen erst ermöglichen, schlägt sich 2009 auch im Bandnamen nieder. Bereits vor der Veröffentlichung von "Wooden Arms" firmiert das Quartett fortan als Patrick Watson And The Wooden Arms.

Zuvor steuert Patrick Watson seine Stimme auf vier Liedern des 2007er-Albums "Ma Fleur" des Cinematic Orchestras bei und blickt auf Tourerfahrung mit John Cale, Amon Tobin, The Dears, Feist und James Brown zurück.

"Close To Paradise" wird 2007 mit Kanadas renommiertem Polaris Award ausgezeichnet, was insofern für Aufsehen sorgt, als Watson Bands wie Arcade Fire und Feist hinter sich lässt.

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