Porträt

laut.de-Biographie

Wolf Parade

Wolf Parade werden in einem Atemzug mit der Musikszene Montreals genannt. Das hat seine Berechtigung, immerhin schaffte die Band hier den Durchbruch. Ihre Wurzeln liegen jedoch in Victoria, einer Stadt in der kanadischen Provinz British-Columbia.

Tourtipp anzeigen laut.de präsentiert
Bis 30. November 2017 Wolf Parade Hamburg, München u.a.
Nach fast zehn Jahren Pause: Pop fürs Hirn und Indierock für die Beine.

Der Keyboarder Spencer Krug verlässt Victoria, als er sich von seinerBand Frog Eyes trennt, um fürs Studium nach Montreal zu ziehen. Durch einen befreundeten Booker erhält er im März 2003 das Angebot als Support für die damals noch unbekannten Arcade Fire zu spielen. Ohne eine Band oder Songs zu haben, sagt Spencer zu und fragt seinen alten Kumpel Dan Boeckner, der nach dem Ende seiner Band Atlas Strategic ebenfalls von Victoria nach Montreal gezogen ist, ob er ihm aushelfen könne.

Dan kann und beide setzen sich in seinem Appartement zusammen, um in drei Wochen ein paar Songs zu schreiben und eine Band aufzubauen. Beim Songwriting wird strikt zwischen Spencer (Keyboards) und Dan (Gitarre) geteilt – jeder singt dabei auch seine eigenen Songs. Gemeinsam mit Arlen Thompson (der ebenfalls aus Victoria stammt) an den Drums bestreiten sie den Auftritt erfolgreich und beschließen an als Trio unter dem Namen Wolf Parade weiterzumachen.

In Eigenregie veröffentlicht dieses Line-Up 2003 eine erste EP mit vier Stücken. Eine weitere selbstveröffentlichte EP mit sechs Songs erscheint 2004. Dieses Mal sind Wolf Parade zu viert: mit Hadji Bakara steigt erneut ein alter Bekannter aus Victoria, der inzwischen in Montreal lebt, ein und ist mit Laptop und Keyboards für die Soundeffekte zuständig.

Isaac Brooks, der Mastermind von Modest Mouse, wird auf die Band aufmerksam und setzt alle Hebel in Bewegung, um das amerikanische Kultlabel SubPop zu überzeugen Wolf Parade sofort unter Vertrag zu nehmen. Das SubPop-Büro in Seattle gehorcht - und schon kurze Zeit später sitzt Brooks hinterm Mischpult und nimmt zwei Songs für die nächste, im Juli 2005 erscheinende selbstbetitelte EP auf, für Wolf Parade die erste Veröffentlichung auf einem richtigen Label.

Brooks produziert auch einen Großteil des Debüts "Apologies To Queen Mary", das Ende September 2005 auf SubPop erscheint und international für Furore sorgt. Dan und Spencer singen darauf jeweils sechs Songs. Obwohl auf der Platte immer abwechselnd Songs von Dan bzw. Spencer gepresst werden, nähern sich die beiden in ihrem Songwriting mehr und mehr an. Während früher noch klar zu hören war, dass Dan der geradlinige Rocker ist und Spencer der Mann für die schrägen Töne, entwickelt sich zunehmend ein roter Faden.

Als vergleiche werden Modest Mouse und Arcade Fire herangezogen – auch der Name Bowiefällt. Der Arcade Fire-Vergleich stört die Band zwar etwas, ist aber keineswegs aus dem Himmel gegriffen. Die beiden Gruppen sind dick befreundet, Arlen Thompson spielte dort im Herbst 2003 kurzzeitig Bass und auf deren Debüt "Funeral" beim Track "Wake Up" Schlagzeug. Arcade Fire-Basser Tim Kingsbury half bei drei Tracks des Wolf Parades-Debüts aus.

Nach den Aufnahmen der Platte steigt im Sommer 2005 Dante DeCaro als zweiter Gitarrist ein. Wie nicht anders zu erwarten, ist auch er ebenfalls ein alter Kumpel aus Victoria, der auf Grund musikalischer Differenzen die erfolgreichen Kanadier Hot Hot Heat verlässt (bei denen er für die markanten Gitarren-Riffs zuständig war) und nach Montreal zieht. Zu fünft geht es an die Aufnahmen zum zweiten Album. Spencer arbeitet währenddessen noch an seinen Neben-Projekten Sunset Rubdown und Fifths of Seven.

"At Mount Zoomer" erscheint erst 2008, Bakara verlässt die Band im selben Jahr. Nach der dritten Scheibe "Expo 86" (2010) und der anschließenden Tour legen Wolf Parade ab 2011 eine Pause unbestimmter Dauer ein. Und die Fans darben bis Anfang 2016 - Livegigs und eine Vier-Track-EP künden in der Folge von der Rückkehr der Truppe, die in Fankreisen auch als The Parade Brigade bezeichnet wird. Im Oktober 2017 erscheint dann der vierte Full Length-Rundling "Cry Cry Cry".

Alben

Termine

So 26.11.2017 Basel (Kaserne)
Mo 27.11.2017 München (Hansa 39)
Mi 29.11.2017 Berlin (Bi Nuu)
Do 30.11.2017 Hamburg (Gruenspan)

Surftipps

  • Offizielle Seite

    Zentrale Anlaufstelle.

    http://wolfparade.nonstuff.com/
  • Facebook

    Meet the wolves.

    https://www.facebook.com/WolfParadeMusic

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