Porträt

laut.de-Biographie

Broken Social Scene

Mehr als um eine Band im herkömmlichen Sinne handelt es sich bei Broken Social Scene um einen Musiker-Zusammenschluss aus Torontos Independent-Szene. "Das Rezept ist einfach: Gute Freunde, viel Liebe und ein gemeinsamer Wunsch: Die Hässlichkeit unseres täglichen Lebens zu durchbrechen, indem wir etwas Schönes und Zeitloses schaffen. Und es mit euch teilen", erklären sie sich 2004.

Den Anfang machen Kevin Drew und Brendan Canning, die sich 1999 zusammentun. Beide haben bereits in verschiedenen Bands gespielt, Canning ist ein stadtbekannter DJ. Die lockere Einstellung der zwei zeigt sich beim ersten ofiziellen Auftritt ein Jahr später: Drew steht alleine auf der Bühne und spielt 30 Minuten lang auf Gitarre und Keyboard herum. Die Melodien erfindet er an Ort und Stelle.

Das Debütalbum "Feel Good Lost" (2001) ist eine schon etwas ernsthaftere Angelegenheit. Weitgehend instrumental, sind auf den Stücken unter anderen auch Sängerin Leslie Feist und Schlagzeuger Justin Peroff zu hören. Bei den Auftritten der Band im folgenden Jahr ist bei jedem Konzert ein anderes Line-Up zu sehen und auch andere Musik zu hören: Mal Dub, mal Noise, mal Space Rock oder Feedbackorgien - Drew und Canning mögen es, zu experimentieren.

Mit "You Forgot It In People" (2003) sorgen Broken Social Scene nicht nur in Toronto für Aufmerksamkeit. Ihr experimenteller Pop bringt ihnen den Preis "Alternative Album of the Year" bei den kanadischen Juno Awards ein, zudem schafft es das Album in den europäischen Vertrieb. In die stetig im Wechsel begriffene Mitglieder-Liste treten auch Andrew Whiteman und Jason Collett ein.

Nach einer Sammlung an altem Material ("Bee Hives", 2003) erscheint 2005 das dritte Studioalbum "Broken Social Scene". Zu diesem Zeitpunkt besteht das Kollektiv aus 19 Musikern, die nebenbei auch in anderen Combos oder unter eigenem Namen spielen. Darunter Collett, der 2006 mit "Idols Of Exile" sein zweites Soloalbum veröffentlicht.

Während das Musiker-Kollektiv Broken Social Scene sich ein wenig zurücknimmt, sind die einzelnen Mitglieder weiterhin fleißig unterwegs. Andrew Whiteman veröffentlicht unter dem Namen Apostle Of Hustle sein Zweitwerk, Jason Collett steht ebenfalls gerne alleine auf der Bühne und produziert gemeinsam mit Howie Beck seine dritte Platte "Here's To Being Here", und auch Kevin Drew (Spirit If") und Brendan Canning lässt sich nicht zweimal bitten und bringen "Broken Social Scene presents"-Soloalben auf den Markt.

News

Alben

Kevin Drew - Spirit If: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2007 Spirit If

Kritik von Mathias Möller

Bandsound is the new solo: Der BSS-Sänger geht nur so halb fremd. (0 Kommentare)

Videos

Video Video wird geladen ...

Noch keine Kommentare