Porträt

laut.de-Biographie

Pimps Im Park

"Man könnte es Hip Hop nennen, laut, krank und schön", versucht man sich bei der verantwortlichen Booking-Agentur an einer Definition dessen, das die Pimps Im Park auf die Menschheit loslassen.

In den eigenen Reihen bemühen diese eine andere Bezeichnung. "Genre: SprechPopTheaterKrankFunk", verrät das Profil der ... etwas anderen Combo. Die waghalsige Wortneuschöpfung deutet den um die Ecke lugenden Irrwitz allerdings nur an.

"Hip Hop war so langweilig / Da sagte sich ein Mensch / Was mach ich denn? Na, dann! / Ich gründe mir 'ne Band. / Alleine ist so einsam / Zusammen sind wir stark. / Scheiße, keiner da? / Okay, ich nenn' mich Pimps Im Park."

Doch auch das Intro des Debüts "Willkommen Im Park" dröselt die krude Story nur unzulänglich auf. MC Martin Jungck hat es nämlich in der Tat nicht leicht: Als Chefgärtner im Park obliegt ihm die Aufgabe, die gespaltenen Persönlichkeiten seiner Alter Egos im Griff zu behalten.

"Scheiße, keiner da" stimmt nämlich so gar nicht: Im hyperaktiven Frontmann der Parkpimps steckt in erster Linie Rapper Meista O. Der wiederum teilt sich Leib und Schädel mit seiner wortkargen, weltfremden Seite Autisti sowie einem illegalen Alien mit dem schönen Namen Klaus.

Klaus tauchte, so berichtet die Mär, uneingeladen im Bauch Meista Os auf und macht diesem das Leben seitdem nicht gerade unkomplizierter. der MySpace-Blog der Pimps im Park kündet von Zwischenfällen dieser Art:

"Das Album ist soweit fertig und ich bin nach Berlin gefahren, um mich mit ein paar Plattenfirmen zu treffen. Das Ganze liefe auch soweit ganz gut, wenn nicht Klaus anfangen würde, die Repräsentanten besagter Plattenfirmen aufs Übelste zu beschimpfen oder einzuschüchtern, sobald ein Gespräch wirklich gut läuft."

Alien Klaus sorgt unter dem Alias Mister Tickler für exzellente Battlestyles. "Wenn er nichts Gegenteiliges von sich hören lässt, stehen die Chancen gut, dass er Dich hasst."

Die Rap-Kooperation der verschiedenen Facetten des Mannes mit den Initialen MJ gestaltet sich trickreich: "Das Ganze ist noch schwieriger als ich erwartet habe. Jeder rappt, wann er will, das heißt , ich mache die Arbeit, Tickler schimpft 'n bisschen rum und Autisti macht gar nix. So 'ne Scheiße. Der soll wenigstens mal 'ne ganze Strophe schreiben."

Am Mikrofon herrscht also Ausnahmezustand. Wenigstens sorgt hinter Marin Jungck eine gestandene Band für soliden Rückhalt: Schlagzeug, Gitarre, Bass, Keyboard, eine amtliche Bläsersektion und Backgroundgesang.

Die Musiker, darunter alte Hasen im Musikgeschäft wie Gitarrist Mo Soul, arbeiteten unter anderem bereits mit Blumentopf, Clueso, Curse, Joy Denalane oder Luis, aber auch mit Stefan Raabs Casting-Ergebnis Stefanie Heinzmann oder den Kölschrockern von Brings zusammen.

Gemeinsam regieren sie die Bühnen in und um Köln unter dem Motto: "Wir kommen. Wir kommen, Dich zu holen. Wir werden dich auch finden. Immer wieder finden. Wir sind in Dir." Wenn das keine Drohung ist ...

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