laut.de-Biografie
One Day As A Lion
Nach dem Ende von Rage Against The Machine im Jahr 2000 verschwindet deren Frontmann Zack De La Rocha erst mal in der Versenkung, während die Instrumentalisten flugs mit Chris Cornell und Audioslave weiterarbeiten. Zack kollaboriert hier und da mit Musikern wie DJ Shadow, El-P oder Trent Reznor, aber nur hier und da finden einzelne Stücke den Weg ans Tageslicht.
Seit 2007 ist RATM wieder als Band unterwegs. Dennoch findet De La Rocha Zeit, mit Ex-Mars-Volta-Drummer Jon Theodore das Projekt One Day As A Lion aufzuziehen. Den Namen entleihen sie einem Graffiti, das Aufmüpfigkeit predigt: "It's better to live one day as a lion than a thousand years as a lamb".
Dieses Lebensmotto will das Duo in Ton umsetzen. Entsprechend knallt es, wenn De La Rocha zu seinem charakteristischen Sprechgesang in die Keys greift und Jon Theodore das Ganze mit seinem groovy-schwerem, vielschichtigem Drumming unterlegt. Das erinnert dann mitunter an alte RATM-Stücke im Keyboard-Setting. Vor allem, weil es hier natürlich auch - wie könnte es anders sein? - politisch zugeht.
Wer sich noch an alte RATM-Zeiten erinnert, weiß, dass Musik aus den Fingern Zack De La Rochas immer ihre Zeit braucht. Deshalb erscheint erst im Juli 2008 eine selbstbetitelte EP beim Label Anti-Records, die mit Rang 28 der Billboard Charts belohnt wird. Ein komplettes Album folgt im Herbst.