Porträt

laut.de-Biographie

Oliver Huntemann

Der Oldenburger Oliver Huntemann hat viele Gesichter. Als Chef des Techno-Labels Confused Recordings gehört er seit 1995 zu den wichtigsten deutschen Institutionen für elektronische Tanzmusik. In der Rolle des Produzenten verfolgt er seine ganz persönliche Vision von Techno. Und als Mitglied der Synthie-Pop-Trance-Formation Kaycee lässt Oliver Huntemann ein ums andere Mal die wavigen 80er hochleben. Seit 2005 gehört Huntemann zur ersten Garde von Hells DJ-Gigolos.

In der Kindheit durchläuft Huntemann die üblichen Stationen musikalischer Erziehung. Doch weder auf Flöte, Gitarre noch auf der Melodica bringt er es zur Meisterschaft. Viel lieber sitzt er in seinem Zimmer und nimmt Tapes auf, mit seinen Lieblingssongs: "Living On Video" von Trans-X oder "Planet Rock" von Afrika Bambaataa And The Soulsonic Force. Oder er übt die neuesten Breakdance-Schritte.

Mit Erfolg, wie sich zeigt. 1983 gewinnt Huntemann die Oldenburger Breakdance-Meisterschaften und beginnt mit zwei Plattenspielern samt kleinem Mixer erste Experimente. Schulfeste bieten dem jungen DJ eine Plattform. 1990, Huntemann dient bei der Marine, feiert er seinen ersten Club-Gig in Oldenburg und beginnt, Techno-Partys zu veranstalten.

Im Jahr darauf gründet er mit Gerret Frerichs und P. Kjonberg das Projekt Humate, das auf Superstition releast und zu den populärsten Acts der jungen Szene zählt. Veröffentlichungen unter anderem auf MFS Berlin, wo Cosmic Baby und Paul Van Dyk zu Hause sind, zahlreiche DJ-Gigs und Liveauftritte verbucht Huntemann schon bald auf der Habenseite. 1994 verlässt er Humate und beginnt in Bremen ein Volontariat. Die Musik bleibt jedoch sein Steckenpferd, und so ruft er 1995 das Label Confused Recordings ins Leben.

Flashy Fragrant aka Steve Bug oder Perpetuum Mobile (Der Dritte Raum) gehören genauso zu den frühen Signings wie Mijk Van Dijk. Später geben sich hier Thomas Schumachers Elektrochemie LK und Andreas Kauffelt neben Labelchef Huntemann selbst ihr Stelldichein. Nach zahlreichen Solo-Maxis und Veröffentlichungen mit Kaycee nimmt er 2004 den ersten Longplayer "Too Many Presents One Girl" in Angriff und feiert als H-Man mit der Maxi "Manga/Flip Flop" einen internationalen Hit.

Nicht nur Timo Maas legt die Scheibe gerne auf den Plattenteller. Auch DJ Hell gehört zu den Huntemann-Fans und signt ihn für sein Label Gigolo Records, wo der Oldenburger im Frühjahr 2005 mit einer Maxi debütiert. Gleichzeitig blickt sein Label Confused Recordings auf eine zehnjährige Erfolgsgeschichte zurück, was der Chef natürlich mit einem eigenen Release feiert.

Auch 2006 gönnt sich Huntemann keine Pause. Releases auf Rothers Datapunk-Label, Neufelds Giant Wheel-Imprint und einmal mehr bei den Deejay Gigolos halten ihn auf Trab. Daneben baut er zusammen mit Stephan Bodzin sein Rekorder-Projekt weiter aus. Anfang 2007 erscheint mit "Play! 01 - Sao Paulo/Brazil" ein Livemitschnitt aus dem Herbst '06. Regelmäßig ist er mit seinen Releases ganz oben mit dabei. Aus seinen Tracks spricht vor allen Dingen das langjährige Wissen um die Bedürfnisse der Dancefloors.

Alben

Oliver Huntemann - H-3: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2009 H-3

Kritik von Daniel Straub

Toningenieurs-Fertigungen für den Club. (0 Kommentare)

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