Porträt

laut.de-Biographie

Clemens Neufeld

Im Kampf um die Krone des dienstältesten deutschsprachigen Techno-DJs hat der Österreicher Clemens Neufeld in jedem Fall ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Seit 1987 steht er regelmäßig an den Plattenspielern. Einige Jahre später macht er sich auch als vielseiter Produzent einen Namen. Darüber hinaus ist der umtriebige Wiener mit seinen beiden Labels Fon und Giant Wheel seit Jahren fest in der Szene verankert. Elektronische Musik als Lebenselexier.

Dabei legen die Vorzeichen bei Clemens Neufeld zunächst eher eine Karriere als klassischer Musiker nahe. 1970 geboren, spielt er jahrelang Klavier, bis die einsetzende Pubertät nach anderen Ventilen verlangt. Also gründet er mit 13 seine erste Band und richtet sich im elterlichen Keller mit allerlei Musikinstrumenten ein. Beeindruckt von der Fingerfertigkeit der frühen Hip Hop-DJs kommt 1987 das Plattenauflegen als weitere Leidenschaft hinzu.

Zunächst noch dem Hip Hop verpflichtet, entdeckt Clemens Neufeld mit Acid House schnell eine neues Genre, das ihn fasziniert. Während in Großbritannien gerade der Summer Of Love hohe Wellen schlägt, ist House auf dem Kontinent noch eine Sache des Undergrounds. Selbst als Neufeld 1991 mit "Space Jungle" in Wien die erste wöchentlich Veranstaltungsreihe für House und Techno in Österreich eröffnet, finden nur eingeweihte den Weg ins U4.

Parallel zu seinen DJ-Aktivitäten studiert er Zeitgenössische Komposition an der Hochschule für Musik und beginnt eigene Tracks zu produzieren. Sein Debüt in Vinyl gibt Neufeld 1993 auf Falcos Label Gig. Peter Rauhofer, der später einmal Madonna produzieren wird, nimmt sich Neufeld im Remix vor. In den Jahren danach veröffentlicht er seine Produktionen unter anderem auf John Acquavivas Definitive-Imprint sowie beim New Yorker Kult-Label Strictly Rhythm.

1996 zieht es Neufeld nach Berlin, wo er bis 2000 wohnt. In dieser Zeit entstehen zahlreiche Tracks, für Thomas Schumachers Spielzeug Schallplatten, Oliver Huntemanns Confused-Label sowie die eigenen Outlets Fon und Giant Wheel. Daneben ist er auch auf Tim Taylors Labels Missile und Planet Of Drums ein gerne gesehener Gast. Mit Taylor arbeitet Clemens Neufeld zudem unter dem Pseudonym DJ One Finger zusammen.

Zurück in Wien schiebt Neufeld vor allem sein Giant Wheel Label an. Alte Kumpels wie Thomas Schumacher, Oliver Huntemann und Christopher Just bestreiten den Backkatalog zusammen mit jüngeren Produzenten wie John Dahlbäck oder Moon Harbour-Chef Matthias Tanzmann. Eigene Produktione, die als Hotz'n'Plotz oder unter seinem bürgerlichen Namen dürfen natürlich genauso wenig fehlen.

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