Porträt

laut.de-Biographie

Mijk Van Dijk

Seine Diskographie umfasst mehrere Seiten. Fügt man die zahlreichen Kollaborationen, Remixe und Beiträge zu Compilations hinzu, so nimmt die Liste schnell den Umfang eines kleinen Buches an. Mijk Van Dijk, seit 1988 als Producer, später dann als Live Act und DJ der Techno Szene von Anfang an verbunden, darf mit Sicherheit zu den umtriebigsten Ideengebern des Genres gezählt werden. Dabei bleibt er allerdings immer etwas im Schatten von Top-DJs wie Sven Väth oder Paul Van Dyk. Das Rampenlicht scheint auf ihn nur eine begrenzte Anziehungskraft auszuüben.

Seinem musikalischen Output hat das allerdings nicht geschadet. Ganz im Gegenteil. In den 80ern noch eher in der House- und Hip Hop-Szene beheimatet, saugt ihn die entstehende Berliner Techno-Szene schnell in sich auf. Kooperationen mit Tanith, DJ Hell und Cosmic Baby, auf dessen MFS-Label, folgen. 1994 releaste Mijk Van Dijk mit "Afreuropamericasiaustralica" seinen ersten Longplayer, der ihm Tourangebote aus Europa und Japan beschert, wo er nicht zuletzt aufgrund seiner Begeisterung für die Sony Playstation, die er auch immer mal wieder bei seinen Live-Performances einsetzt, eine treue Fangemeinde hat. Darüber hinaus produziert er auch Tracks für die Playstation Spiele "Ghost In The Shell", nach dem gleichnamigen Manga-Klassiker und "Ridge Racer V". Japanische Top DJs wie Takkyu Ishino oder Toby Izui arbeiteten immer wieder mit Mijk Van Dijk zusammen und boten ihm in Japan eine solide Plattform für seine Musik.

Seine Affinität zu Soundtracks brachte ihn 1997 auch mit dem etablierten Kunstbetrieb in Berührung. Zusammen mit dem von Bertolt Brecht gegründeten Berliner Ensemble nahm er an der Love Parade teil und untermalte die Performance der Schauspieler mit Techno und Drum´n´Bass Beats.

Mit seinem 2002 veröffentlichten "Everyground" geht Mijk Van Dijk seinen eingeschlagenen Weg konsequent weiter und beweist, dass intelligenter Techno-Pop abseits von stumpfen Klischees möglich ist.

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Mijk Van Dijk - Everyground: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2002 Everyground

Kritik von Daniel Straub

Großartige Clubmusik, die auch daheim gut funktioniert. (0 Kommentare)

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