Porträt

laut.de-Biographie

Tanith

Manch einem kann es einfach nicht schnell genug gehen. Das Wort "Stillstand" haben solche Menschen dann meist nicht mehr in ihrem aktiven Wortschatz. Interessant ist alles, was neu ist. Danach kommt die Langeweile.

Jemand auf den dieser Steckbrief haargenau zu passen scheint, ist Tanith, einer der wichtigsten Vertreter elektronischer Tanzmusik in Deutschland. Als er 1987 von Wiesbaden nach Berlin übersiedelte war die Mauerstadt gerade reif, um im folgenden Jahr ein leichtes Opfer der von England über den Kontinent hereinbrechenden Acid-House-Welle zu werden. Auch Tanith wurde von der Energie der neuen Musik mitgerissen. Vorbei waren die Tage in denen er als DJ so schwerverdauliche Kost, wie Einstürzende Neubauten oder Throbbing Gristle, aus den Lautsprechern scheppern ließ. Fortan mußte es groovy sein. Und so feierte er im Berliner UFO-Club sein Debut als Dance-DJ und sollte bis heute die deutsche Techno-Szene wesentlich mitprägen.

1990 legte er auf dem ersten "Teknozid" auf, wurde kurz danach erster Resident DJ im Kultclub Tresor, dann Dauergast auf den Mayday-Raves, später Resident des "Nature One-Festivals" und betätigte sich nebenbei noch als Schreiber für das Technoblatt schlechthin: "Frontpage". 1992 spielte er sein erstes Liveset auf der noch jungen Loveparade und begann damit den Ravern Breakbeats um die Ohren zu knallen. Wohlgemerkt zu einem Zeitpunkt, als Techno gerade seinen Take-Off erlebte und die Soundstrukturen alles andere als breakig waren.

Erst 1997 machte es sich selbst zum Produzenten und gründete mit Timing Recordings das erste deutsche Breakbeat-Label. Hier veröffentlichte er 1998 seine erste EP, gefolgt von seinem ersten Longplayer "Still" 1999.

Alben

Tanith - Still: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

1999 Still

Kritik von Daniel Straub

Es lebe die Postmoderne! Es lebe das Anything Goes! (0 Kommentare)

Videos

Video Video wird geladen ...

Noch keine Kommentare