Porträt

laut.de-Biographie

Most Precious Blood

Als sich Indecision 2000 auflösen, steht Aufgeben für Justin Brannan und Rachel Rosen nicht zur Debatte. Beide sind an ihren Gitarren perfekt aufeinander eingespielt und wollen auf jeden Fall auch weiterhin zusammen Musik machen. So legen die beiden aus Brooklyn direkt den Grundstein zu Most Precious Blood.

Aus besetzungstechnischen Gründen übernimmt Rachel anfangs noch den Bass und Tom Sheehan (der früher auch schon bei Indecision dabei war) den Posten am Micro. Mit Pete LaRussa an den Drums spielen sie ihre ersten Shows, doch Pete muss seine Sticks schnell an Pat Flynn abgeben, der ebenfalls schon bei Indecision den Takt angab. Musikalisch unterscheiden sich Most Precious Blood aber schon deutlich von Indecision, sind doch zu den New York Hardcore Roots noch ein paar Elemente des Gothics dazu gekommen.

Mit ihrem ersten Demo sorgen sie bei Trustkill schon für helle Aufregung und nachdem sie die Ostküste hoch und runter gezuckelt sind und genügend Songs beieinander haben, nehmen sie ihr Debüt "Nothing In Vain" auf. Kaum sind die Drumtracks auf Band, macht sich Pat vom Acker und Sean McCann nimmt hinter den Trommeln Platz. Mit Matt Miller finden sie einen fähigen Bassisten, so dass Rachel wieder zur Gitarre greifen und Justin unterstützen kann. Das Album erscheint Ende 2001 und zu dieser Zeit beschließt die Band auch, ihre Daytime Jobs aufzugeben und quasi ununterbrochen auf Tour zu sein.

Das bedeutet im Einzelnen, dass Rachel ihren Job als Autopsie-Gehilfin aufgibt, Tom nicht mehr als forensischer Psychologe arbeitet und Justin seinen Job als Synchronisator bei der Howard Stern Show an den Nagel hängt. Auch Matt muss seinen Traum aufgeben, ein berühmter Koch zu werden, dafür ziehen sie mit Bands wie Sick Of It All, Andrew W.K., Throwdown, The Hope Conspiracy, Bleeding Through und tausend anderen durch die Lande.

Im Frühjahr 2003 sind sich alle in der Band darüber einig, dass Tom nicht mehr das nötige Etwas besitzt, um bei Most Precious Blood zu spielen. Seinen Platz nimmt fortan der ehemalige One King Down-Shouter Rob Fusco ein. Der schmeißt seinen Job als Schachlehrer und ab geht's mit Biohazard, Madball, Terror, From Autumn To Ashes und allem, was gerade in der Gegend ist. Nachdem sie aus Europa zurück kehren, geht es direkt wieder ins Studio, um "Our Lady of Annihilation" einzutüten. Schon allein das Cover, das eine Madonna mit einem Sprengstoffgürtel um die Hüften zeigt, sorgt für Diskussionen.

Das Album erscheint fast genau zwei Jahre nach dem Debüt und baut die Mischung aus Old School, New School, Melodien und Spoken Word Samples weiter aus. Auch ihren Verschleiß an Drummern nimmt ungeahnte Ausmaße an, denn inzwischen ist die Anzahl an Ex-Drummern zweistellig. Obwohl sie auch nach diesem Album ständig auf Tour sind, findet Rachel noch die Zeit, eine zweite Band namens The Wage Of Sin zu gründen, in der nur Frauen spielen.

Es vergehen erneut zwei Jahr, ehe "Merciless" in die Regale kommt. Auch dieses Cover sorgt für einiges Aufsehen, denn es zeigt die verweste Leiche eines Mannes in seinem Appartement, umgeben von lauter ungeöffneter Post. In Deutschland und in den Staaten muss das Cover deswegen verhüllt in die Läden. Das ärgert die Band zwar etwas, aber anstatt groß Klage einzureichen, gehen sie lieber zunächst in Südafrika auf Tour und anschließend wieder in die Staaten mit Hatebreed, Manntis und With Honour.

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