Porträt

laut.de-Biographie

Morgana Lefay

Bei Morgana Lefay (die Schreibweise der Sagengestalt variiert häufig) handelt es sich nicht nur um eine wichtige Figur aus der Artus-Saga, sondern auch um eine ausgesprochen rührige und innovative Band aus Bollnäs in Schweden.

Schon 1986 gründen die beiden Gitarristen Tony Eriksson und Stefan Jonsson zusammen mit Basser Joakim Lundberg und Drummer Jonas Söderlund die Band Damage. Doch erst als zwei Jahre später mit Charles Rytkönen der ehemalige Sepher Jezirah-Frontmann bei ihnen einsteigt, kommt die Sache ins Rollen. Allerdings sind sie mit dem Namen Damage nicht mehr sonderlich zufrieden und benennen sich 1989 schließlich in Morgana Lefay um. Im selben Jahr verlässt Stefan die Band, weshalb mit Tommi Karppanen ein weiteres ehemaliges Sepher Jezirah-Mitglied einsteigt.

Da sich kein Label für die Band interessiert, nehmen sie ihr Debüt "Symphony Of The Damned" 1990 einfach im Alleingang auf. Ein Jahr später - sie basteln gerade an einem weiteren Demo im Studio - entschließt sich auch Joakim dazu, der Band den Rücken zu kehren. Seinen Platz nimmt fortan Joakim Heder ein, der schließlich auf "Knowing Just As I" zu hören ist. Black Mark Records lassen sich vom Demo überzeugen und packen auch sämtliche Songs davon auf die Scheibe. Vergleiche mit Bands wie Heathen, Artillery oder älteren Metallica sind nicht selten.

Da das Material auf "Knowing Just As I" schon einige Zeit auf dem Buckel hat, dauert es gerade einmal neun Monate, bis Morgana Lefay mit "The Secret Doctrine" schon ihr nächstes Album vorlegen. Vor allem in Deutschland sind die Resonanzen ausgesprochen gut, weswegen die Band dort auch zusammen mit Invocator und Cemetary auf Tour geht. Im Juni nehmen sie einen Videoclip auf, doch kaum ist das Ding im Kasten, macht Tommi wieder den Abgang. Für ihn springt für ein paar Gigs der ehemalige Fantasmagoria-Klampfer Peter Grehn ein.

Letztendlich übernimmt aber Daniel Persson (ex-Shotgun Alley) die zweite Gitarre und macht 1995 auf "Sanctified" ordentlich Druck. Erneut geht es mit Cemetary auf Reisen, doch auch einige Dates mit Tad Morose und Memento Mori (der Band um Ex-Candlemass-Sänger Messiah Marcolin) folgen. Im selben Jahr erscheint auch die Best-Of "Past Present Future", die sich durchaus sehen lassen kann. Darauf gibt es nämlich vier neue Songs zu hören, zwei davon Coverversionen von Crimson Glory und ABBA. Nachdem sie einige Shows für Gamma Ray eröffnen, stehen wieder die Arbeiten an neuem Studiomaterial an.

"Maleficium" steigt recht hoch in die Charts ein und endlich folgt die erste Headlinertour durch Europa. Eröffnen dürfen während der Dates Brainstorm und Solitude Aeternus. Die im Anschluss erscheinende, nächste Best-Of namens "Fata Morgana" ist selbst für Die Hard-Fans entbehrlich und Morgana Lefay scheinen kurz vor dem Durchbruch zu sein. Doch das Schicksal will es anders und Heder, Persson and Söderlind verlassen die Band in Richtung Stockholm. Zwar holen sich Eriksson und Rytkönen mit dem Fantasmagoria-Trio Peter Grehn (Gitarre), Mikael Åsentorp (Bass) und Robin Engström (Drums) Verstärkung, doch damit ist der Ärger noch nicht aus der Welt.

Wegen rechtlicher Querelen darf das neue Line-Up nur noch unter dem Namen Lefay weiter machen. Das alte Label hat die Rechte an dem Namen und untersagt ihnen sogar, darauf hinzuweisen, dass es sich um die gleiche Band handelt. Angepisst aber nicht entmutigt erscheint '99 unter dem Namen Lefay das nächste Album "The Seventh Seal" über Noise Records. Doch die Scheiße klebt ihnen weiter am Hacken. Im selben Jahr veröffentlichen die ehemaligen Kollegen unter dem Namen Morgana Lefay ein Album das mit dem Sound von Lefay aber kaum etwas zu tun hat.

Nach der Veröffentlichung eines Konzept-Album mit dem seltsamen Titel "... --- ... (S.O.S)" spielen sie auf ein paar Festivals und gehen auch als Headliner mit Angel Dust, Steel Prophet und Stormhammer on the road. Da sich verkaufstechnisch aber nicht viel ergibt, streichen sie zum Jahrtausendwechsel erst einmal die Segel.

Glücklicherweise sind sie 2003 aber schon wieder zurück, haben mit Fredrik Lundberg aber einen neuen Basser im Gepäck. Gemeinsam gehen sie ein weiteres Konzept-Album an, welches den Namen "Grand Materia" tragen soll. Warum sie ausgerechnet wieder bei Black Mark unterschreiben, weiß der Himmel. Jedenfalls sind sie 2005 mit neuem Album und neuer Energie am Start und ziehen mit Lanfear im Mai durch Europa. Fast genau ein Jahr später steigt Drummer Robin bei den Schweden aus. Seinen Platz nimmt Pelle Åkerlind (Ex-Lednote) ein, mit dem es auch direkt ins Studio geht, um am nächsten Album zu arbeiten.

Alben

Noch keine Kommentare