Porträt

laut.de-Biographie

Michael Fakesch

Allenfalls Experten für elektronische Musik werden den Produzenten Michael Fakesch ohne Zögern dem Duo Funkstörung zuordnen. Gemeinsam mit seinem Live- und Studiopartner Chris De Luca bringt es Fakesch zu internationalem Erfolg.

Die durchdachten Elektronik-Sounds der Rosenheimer bringen schon auch mal den Vergleich mit dem britischen IDM-Duo Autechre ein. Als außergewöhnlicher Klangkünstler zeigt sich Michael Fakesch auch bei seinen Soloreleases.

Seine erste Maxi-Veröffentlichung erscheint 1997 mit der Maxi "Demon 1". Es folgen zwei weitere und 1999 schließlich das Album "Marion". Die Tracks veröffentlicht er zu einer Zeit, in der er auch als Funkstörung Erfolge feiert und regelmäßig auf Tour unterwegs ist. Es liegt wohl auch am dichten Arbeitspensum von Funkstörung mit zahlreichen eigenen Produktionen und Remixen für Künstler wie Björk, The Notwist, Plaid, Tocotronic und Jean-Michel Jarre, dass Fakesch seine Solokarriere in der Folge weitgehend ruhen lässt.

Erst als er und Chris 2006 beschließen, fortan getrennte Wege zu gehen und das Projekt Funkstörung zu beenden, findet Fakesch die Zeit sich neuen Dingen zu widmen. Schon ein Jahr später erscheint auf dem Berliner Kultlabel Studio !K7 mit "Dos" ein Longplayer, der zugleich eine Abkehr vom eher abstrakten Funkstörung-Sound markiert. Die Stücke werden ein gutes Stück tanzbarer und offenbaren eine neu erwachte Liebe zum Groove.

Die Karriere als Musiker ist jedoch nicht das einzige Standbein des Rosenheimers. Mit seinem umfangreichen Wissen über Produktions- und Studioequipment etabliert sich Fakesch auch in der Werbewirtschaft und komponiert Jingles für eine ganze Reihe von weltbekannten Industrieunternehmen wie Toyota, Sony, Vodafone, Kia und Phillips. Zudem komponiert er Filmmusik, remixt Stücke von anderen Künstlern und führt so auf andere Art und Weise seine bei Funkstörung begonnene Produzentenlaufbahn fort.

Allerdings gibt sich Fakesch bei der Bearbeitung von Tracks anderer Musiker zugänglicher und poppiger als noch zu Funkstörung-Zeiten. Auf dem 2010 erscheinenden Remix-Compilation-Album lässt sich das deutlich nachhören. Booka Shades "Mandarine Girl" und Mr. Oizos "Lambs Anger/Jo" sind astreine Clubtracks. Auch die Remixe von Bomb The Bass, Raz Ohara und The Notwist versprühen Popappeal.

Alben

Michael Fakesch - Exchange: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2010 Exchange

Kritik von Daniel Straub

Die Groove-Maschine des Ex-Funkstörung-Manns. (0 Kommentare)

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