Porträt

laut.de-Biographie

Mavi Phoenix

Österreich und der Phoenix – in der Regel landet man bei dieser Kombination zuallererst bei Conchita Wurst und ihrem ESC-Siegersong. Was die andere Möglichkeit mit Wurst gemeinsam hat, ist der Künstlername: Ob sich Marlene Nader ebensogut im Hip Hop-Biz behauptet hätte wie Mavi Phoenix?

Angefangen hat alles im Alter von elf Jahren in Linz, einem Macbook und GarageBand. Zwei Jahre später steht der erste Track online und Mavi beginnt langsam aber sicher, ihren eigenen Stil zu entwickeln. Jahre später, als sie ihre erste EP "My Fault" veröffentlicht, hat sie sich in eine flackernde Nische irgendwo zwischen Lo-Fi-Pop, Trap und modernem R&B gezwängt, schleppt eine gute Portionen Selbstbewusstsein, Fuck-You-Attitude und Enjoy-Life-Vibes mit sich rum.

Wider erwarten findet der musikalische Mix sogar im Heimatland Anklang und es folgen erste Coverstories und Festivalauftritte – was Mavi selbst wohl am meisten überraschte, wie sie im Interview mit The Gap später sagt: "Ich habe geglaubt, dass ich erst einmal international anfangen werde. Ich dachte lange, dass sich hier keiner für das, was ich mache, interessiert und dass ich lieber nach London geh' und so einen Scheiß."

Zumindest online kann sie sich aber auch in der internationalen Szene mit ihren Stücken Aufmerksamkeit verschaffen. Nicht gerade von Nachteil ist da wohl, dass gern genutzte Vergleiche sie in die Nähe von M.I.A. und Co. rücken. (Zu ihren eigenen Einflüssen zählt sie übrigens unter anderem Tyler The Creator, Lady Gaga und Miley Cyrus.)

Dass aber vorerst in Österreich bleibt, zahlt sich spätestens 2017 richtig aus, als Mavi Phoenix im Bilderbuch-Tourtross durch Deutschland cruist und während der "Magic Life"-Tour den Support-Act gibt. Allabendlich meistert sie die Aufgabe, Tausende von Menschen anzuheizen.

Terminlich gerade recht kommt da der Release der gemeinsam mit bestem Freund Alex The Flipper produzierten 4-Track-EP "Young Prophet" – zu diesem Zeitpunkt ist Mavi gerade einmal 21 Jahre alt. Eigentlich sollte die Scheibe sogar schon ein gutes Jahr früher erscheinen – halbe Sachen setzt die junge Rapperin aber gar nicht erst in die Welt, also fliegen von den sechs Ursprungstracks fünf raus, um Platz für drei neue zu machen. Blutjung aber professionell findet sie sich Anfang 2017 außerdem im Feld der Nominierten zu den Amadeus Awards wieder – und zwar gleich zweifach: als Künstlerin des Jahres ebenso wie für den FM4-Award.

Dass Mavi Phoenix nicht gekommen ist, um auf Dauer kleine Brötchen zu backen, beweist sie schon mit der Wahl ihres Alter Egos. Hat sie den Vornamen einfach von ihrem Bruder geklaut (bzw. von dessen nicht-realisierten weiblichen Alternativ-Existenz), ist am Nachnamen die Familie des Hollywood-Stars Joaquin Phoenix schuld: "Die haben ihren Namen zu Phoenix geändert, weil das symbolträchtig für einen Neuanfang steht", erzählt sie dem WDR. "Da habe ich mir gedacht, das passt ganz gut. Vor allem ist das ein Name, der plakativ ist, der irgendwas will. Das ist ein Name, der ist für Großes geschaffen, finde ich."

Fotogalerien

Berlin, Columbia Theater, 2017 Mavi Phoenix mit Bilderbuch auf "Magic Life"-Tour.

Mavi Phoenix mit Bilderbuch auf "Magic Life"-Tour., Berlin, Columbia Theater, 2017 | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Mavi Phoenix mit Bilderbuch auf "Magic Life"-Tour., Berlin, Columbia Theater, 2017 | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Mavi Phoenix mit Bilderbuch auf "Magic Life"-Tour., Berlin, Columbia Theater, 2017 | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Mavi Phoenix mit Bilderbuch auf "Magic Life"-Tour., Berlin, Columbia Theater, 2017 | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger)

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