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laut.de-Biographie

Jugglerz

Seit Februar 2012 krempeln Shotta Paul und DJ Meska die europäische Reggae- und Dancehall-Szene um. Die Jugglerz vereinen Sound System, Musiklabel, Radiostation und Produzenten-Tätigkeit in ein und demselben Team.

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Anfang der 2000er Jahre lernen sich DJ Meska und Shotta Paul in Konstanz kennen. Das Studium treibt den Calwer Paul Spurny an den Bodensee, wo er sich mit dem einheimischen Martin Willumeit auf Anhieb gut versteht. Gemeinsam gründen sie das Sound System Rollin Tone. Ende 2004 zieht Meska schließlich in die Landeshauptstadt Stuttgart, wo er schnell als DJ auf sich aufmerksam macht. Gut ein Jahr später nimmt ihn das legendäre Stuttgarter Team Sentinel Sound in ihre Crew auf. Ohne große Umwege mausert sich Meska zum Nr. 1 Selectah des Kollektivs, ist fortan für viele Remixe, Mixtapes und Dubplates hauptverantwortlich.

Nach Niederlagen Sentinels im Jahr 2007 beim Riddim-Clash in Wuppertal und Worldclash in New York verstärkt ab Anfang 2008 Shotta Paul den Stuttgarter Sound als MC. Das bereits aus Konstanzer Zeiten gut eingespielte Team Meska und Paul wird fortan zum Aushängeschild Sentinels, auch weil sich die Sound-Gründer Elmar Jäger und Nadia Hentschel immer mehr in die Organisation des Kollektivs zurückziehen.

2012 kommt es schließlich zum Zerwürfnis beider Parteien, wahrscheinlich weil Meska und Paul die Gründung eines internen Labels namens Sentinel Records forcierten. Auch wenn die Hintergründe bis heute nicht völlig offengelegt sind, könnte womöglich die Sicherung der diesbezüglichen Namensrechte durch das heutige Jugglerz-Team von Sentinel-Vater Elmar als feindliche Übernahme verstanden worden sein, weshalb er gemeinsam mit seinen Partnern beschließt, sich von Shotta Paul und DJ Meska zu trennen. Das öffenlichkeitswirksame Zerwürfnis via Facebook-Post legt allerdings nahe, dass für die Trennung wohl noch weitere Gründe auschlaggebend waren.

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Trotz heftigem Gegenwind in der Landeshauptstadt forcieren Meska und Paul nun die Umsetzung ihrer Pläne und gründen prompt ihr eigenes Sound System namens Jugglerz. Die Gründung des geplanten Labels, nun unter dem Namen Jugglerz Records, lässt auch nicht lange auf sich warten.

Nach diesen Anlaufschwierigkeiten setzt das Team seine Erfolgsstrory fort: Die wöchentliche Jugglerz-Radioshow ist die meistgeklickte Online-Radiosendung ihrer Art, die ersten Signings im hauseigenen Musiklabel feiern erste Erfolge. Sowohl der Karlsruher Miwata als auch Franky Kubricks Alter Ego Rudebwoy werden vom Szenemagazin Riddim zu Newcomern des Jahres gewählt. Das Jugglerz Sound System wird zu einem der Meistgebuchten Europas, Touren nach Südamerika oder in die USA schließen sich an. Bei Auftritten auf Jamaika verschafft man sich zudem weitere internationale Reputation.

2015 kommt es dann zum zwischenzeitlichen Karrierehöhepunkt, als Shotta Paul und DJ Meska in Berlin den "War Inna East"-Soundclash gegen Black Chiney aus Miami und damit die Europameisterschaft der Reggae- und Dancehall-Szene gewinnen.

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Die größten Schlagzeilen schreiben die Jugglerz allerdings als Produzenten-Team. Mit DJ Jopez gehört das Kreativ-Mastermind der Orsons zum Team. Riddims aus dem Hause Jugglerz voicten bereits Szene-Größen wie Beenie Man, Million Stylez, Luciano, Morgan Heritage oder Alpen-Export Phenomden. Auch deutsche Künstler arbeiten gerne mit Jugglerz-Produktionen, darunter D-Flame, Trettmann oder die halb-österreichischen Mono & Nikitaman.

2016 erscheint die erste eigenene Producer-Compilation "Jugglerz City", auf der auch Major Lazer-Produzent Jr. Blender einen Riddim beisteuert. Die Platte erregt anschließend immense internationale Aufmerksamkeit und erreicht auf Anhieb Platz 18 der deutschen Albumcharts und Platz sechs der amerikanischen Billboard Reggae Charts.

Über Ostern 2016 verweilt das Stuttgarter Produzenten-Ensemble gemeinsam mit Rapper Kaas auf Jamaika und produziert dort die neue EP des Orsons-Mitglieds, die im Juli 2016 Release feiert.

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