Porträt

laut.de-Biographie

Gabby Young And Other Animals

Die fabelhafte Welt der Gabby Young. Bevor man nur einen Ton von Gabby Young And Other Animals gehört hat, fällt sofort auf: Hier ist etwas anders. Sängerin und Band verkörpern eine farbenprächtige und schillernde Welt mit Vintage-Korsagen, Rüschenröckchen, knallroten Haaren und bonbonfarbenen Minihüten. Den ganz großen Zirkus.

Hinter der Burleske und dem Dramatischen versteckt sich ein buntes Allerlei aus Swing, Kabarett, Polka, Jazz und einer nicht zu unterschätzenden Portion Pop. Ihre Texte handeln vom imaginären Freund oder der eigenen Tollpatschigkeit. Steckt man Frau Young, geboren 1984, mit Künstlern wie Feist, Regina Spektor, Beirut und Rufus Wainwright in eine Box, sie würden sich wahrscheinlich allesamt blendend verstehen.

Dabei stand ihre Laufbahn schon vor Beginn kurz vor dem Aus. Mit Anfang zwanzig wird bei ihr Schilddrüsenkrebs diagnostiziert. Eine Operation, nur ein Katzenhaar von ihren Stimmbändern entfernt, rückt den Traum von der Karriere in weite ferne. Doch zum Glück ging alles gut und Gabby Young kann auch heute noch auf ihre klassisch ausgebildete und oktavenreiche Stimme vertrauen.

Bereits mit zwölf wird die im britischen Bath aufgewachsene Sängerin an der National Youth Opera als jüngstes Mitglied aufgenommen. Sie spielt Klavier, Geige und Saxophon, konzentriert sich aber zunehmend auf ihren Gesang.

Auf dem besten Weg zur Opernsängerin durchkreuzt Jeff Buckley ihre Pläne. Sie verfällt seiner Musik mit ganzem Herzen. Die Oper ist Vergangenheit, ab nun tritt sie bei Open Mic Nights auf und sammelt Erfahrungen in verschiedenen Bands im Großraum London. In ihrem Schlafzimmer beginnt sie Songs zu schreiben, bis der Krebs sie vorübergehend stoppt.

Vollständig genesen gründet sie mit Adam Lucas (Schlagzeug), Charlie Wren (Klarinette), Paul Whalley (Tuba), und nicht zuletzt dem Multiinstrumentalisten und späteren Lebenspartner Stephen Ellis die Other Animals. Diese Grundformation wird immer wieder durch weitere Musiker ergänzt.

Auf der offiziellen "Become An Animal"-Seite der Band können Fans in die Zukunft der Gruppe investieren. Je nach Größe der Zahlung wird man Maulwurf (T-Shirt, Konzertkarte, Album), Bär (T-Shirt, Konzertkarte, signiertes Album und Fotos) oder Tiger (Bär zuzüglich persönlicher Video-Nachricht, einem Treffen mit der Band, und VIP-Tickets). Finanziert aus den Einnahmen beginnen die Arbeiten am Debüt "We're All In This Together".

Nachdem The Evening Standard und Sky News über die Aktion berichten, gehen die Verkäufe in die Höhe. Das Album toppt im Juni 2010 die UK-Folk-Download-Charts bei Amazon. Schnell folgt der Vertrag mit dem Label World Connection und eine Neuauflage des Longplayers im gleichen Jahr. 2012 erscheint der Nachfolger "The Band Called Out For More" bei Gift Of The Gab Records.

Neben der Musik ruft Gabby Young mit Freundin und Stylistin Katie Antoniou das Modelabel und Künstlerkommune Gabberdashery ins Leben. Hinter dem Namen verbergen sich eine Reihe junger Designer, Modemacher und Bildende Künstler.

Die Unvorhersehbarkeit hat im Hause Gabby Young And Other Animals Methode. Deutlich kann man Band und Sängerin den Spaß am Spiel mit den verschiedenen Stilen und Kulturen anmerken. "Das Touren und die Reisen um die Welt haben mich als Mensch und Songwriter verändert. Die Ideen, das Samenkorn meiner Songs, kommt oft kurz vor einem Konzert zu mir. Ich treffe so viele unterschiedliche Menschen und Kulturen - speziell in Japan, Australien und Deutschland. Das alles hat meine Einstellung zum Leben verändert," erklärt die Sängerin.

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