Porträt

laut.de-Biographie

Exterminator

In Sachen Hardcore ist Belgien nach wie vor der Geheimtipp schlechthin. Bands wie Aborted oder In-Quest beweisen, dass auch in Sachen Thrash Metal in dem kleinen Staat durchaus was Interessantes zu finden ist.

Schon seit 1991 geistert der Name Exterminator durch die dortige Undergroundszene. Damals lärmen unter dem Namen noch Shouter Bart Maarten, Basser Rudi Houben, Drummer Sigi Loots sowie die beiden Gitarristen Jacky Cuypers und Ronny Serdongs. Ihr Livedebüt geben sie schon im November des Jahres mit Deadhead und veröffentlichen wenig später auch ihr erstes Demo. Während sie gerade auf Tour sind, kommt es zu einem Autounfall, bei dem ihr Roadie und Kumpel Frank ums Leben kommt und sich Rudi schwer verletzt.

Als Bart sich im Frühjahr vom Acker macht, teilen sich Jacky und Ronny zunächst den Gesang. Auch Drummer Sigi packt bald seine Koffer und reicht die Sticks an Marion Goosens weiter. Nachdem sie ein Angebot des deutschen Inline Music Labels ausgeschlagen haben, streichen sie Anfang '94 für's erste mal die Segel. Doch schon im Herbst juckt es Jacky wieder in den Fingern. Zusammen mit Basser Jeroen Lemmens und dessen Bruder Jules (Drums), legen sie als Trio nochmal los.

Über Tessa Records erscheint im Februar 1995 die EP "Forgotten Souls", bevor mit Werner Geijsles ein zweiter Gitarrist dazu stößt. Doch damit kommt leider immer noch keine Ruhe ins Line-Up. Jeroen und Werner sind schnell wieder Geschichte, die neuen Männer hören auf die Namen Ivan De Hondt (Bass) und Kirs Jacquemin. Nach einer kleinen Tour mit Benediction ist aber auch Jules klar, dass er auf Dauer so etwas nicht machen will und er verlässt Exterminator.

Mit Molly finden sie vorerst eine Aushilfe an den Drums. Hopplahopp: Ab 1998 wächst der Bekanntheitsgrad der Band sprunghaft an. Sie landen immer wieder im Vorprogramm von Bands wie Cannibal Corpse, Vader oder Dark Funeral und eröffnen in Tschechien sogar für Edge Of Sanity. Baruch Van Bellegen ruft Mutti ihren Liebling, der sich schließlich auf dem Drumhocker der Belgier niederlässt. Mit ihm zusammen geht es ins Studio, um dort "Mirror Images" aufzunehmen.

Sie treten in Verhandlungen mit dem Shiver-Label, sind aber mit den Bedingungen nicht zufrieden. So veröffentlichen sie die Scheibe im März 2000 einfach selbst. In Spanien sind sie mittlerweile richtig angesagt, weswegen sie dort auch eine Headlinertour fahren. Im September erweist sich der Drumhocker erneut als Schleudersitz und Marc Damiaens nimmt darauf Platz. Allerdings passiert bei Exterminator die nächstes Jahre nicht viel, da Jacky Probleme mit den Gelenken bekommt.

Nachdem Alan Coenegrachts den Platz von Basser Ivan einnnimmt, gehen sie mit Produzent Andy LaRocque (King Diamond) ins Studio, um dort nach sechs Jahren ihren zweiten Longplayer einzutüten. So erscheint Anfang Oktober 2006 "Slay Your Kind", auch wenn sie immer noch kein anständiges Label gefunden haben. Den Vertrieb übernimmt CMS und im November begleiten sie Unleashed, Grave, Entombed und Dismember als einzige nichtschwedische Band auf der Masters Of Death Tour.

Dort feiert Marco Vreven (Ex-ExInferis) seinen Einstand, der (wen wundert's) der neue Drummer bei Exterminator ist.

Alben

  • Exterminator

    Simpel aber ausführlich.

    http://www.exterminator.be/

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