Porträt

laut.de-Biographie

Grave

Grave sind neben Entombed (Ex-Nihilist), Unleashed und Dismember (Ex-Carnage) eine der Gründerbands der schwedischen Death Metal-Szene.

Zu Anfangszeiten noch unter dem Namen Corpse aktiv, prügeln die aus Visby stammenden Jungs nach ihrer Gründung im Jahre 1986 einige Demos ein, bevor sie '91 den Namen in Grave ändern und das Debüt "Into The Grave" über Century Media raushauenn. Zur Band gehören damals Shouter und Gitarrist Jörgen Sandström, Ola Lindgren an der Gitarre, Basser Jonas Torndal und Drummer Jensa Paulsson. Bereits nach dem Debüt gehen Grave sowohl in Europa, als auch in den USA mit Acts wie Death, Bolt Thrower, Unleashed oder Demolition Hammer auf Tour.

Basser Jonas hat recht schnell genug vom Tourleben und packt seine Koffer. Da sich kein tauglicher Ersatz findet und man sich als Trio auch wohlfühlt, krallt sich Jörgen einfach den Bass - "You'll Never See ..." wird ein gelungener Nachfolger. Spieltechnische Verbesserungen sind auszumachen, ansonsten bleiben sie dem straighten Geprügel des Debüts treu - wobei Geschwindigkeit nicht alles ist.

Die EP "... And Here I Die ... Satisfied" folgt, enthält aber einzig zwei neue Songs sowie ein paar neu abgemischte, alte Tracks. "Soulless" folgt dem alten Rezept und verschafft der Band die Openerrolle für Cannibal Corspe und Samael in den Staaten. Verzichtete man bei der EP noch versuchsweise auf die Dienste von Produzent Tomas Skoksberg, nehmen ihn die Schweden hier wieder hinzu und fahren einen erstklassigen Sound. Dummerweise verkrümelt sich Jörgen wenig später in Richtung Entombed.

Doch den größten Bruch im Grave-Sound gibt es mit "Hating Life". Ola übernimmt kurzerhand den Gesang und die Bassparts auf der Scheibe und knüppelt das Ding allein mit Drummer Jensa ein. Musikalisch steht simpler aber kerniger Thrash Metal auf dem Programm, der durch die hardcorelastigen Shouts von Ola perfekt abgerundet wird. Viele Fans machen diesen Wandel jedoch nicht mit und wenden sich ab.

Wieder gehen sie in den USA und Europa auf Tour, und ein Jahr später erscheint die Live-Scheibe "Extremely Rotten". Danach ist erst mal Schluss, keiner rechnet mit einer Rückkehr. Doch 2001 erscheinen erst mal die beiden "Into The Grave/Tremendous Pain"- und "You'll Never See.../And Here I Die..."-CDs als Wiederveröffentlichung, ehe 2002 das Comeback-Album "Back From The Grave" in den Läden steht. Gründungsmitglied Jonas kehrt zurück, spielt jetzt aber Gitarre. Seinen Ex-Job am Bass übernimmt Ex-Therions Fredrik Isaksson. Auch der Gesang von Ola hat der Sound - wieder mehr zum Death Metal.

Einmal mehr nutzen sie jede Gelegenheit, live zu spielen und verschleißen dabei den Drummer. Gemeinsam mit Pelle Ekegren hinter der Schießbude verschwinden sie dann im Proberaum, um die Songs für den Nachfolger zu schreiben. Den spielen sie unter Mitarbeit von den Tägtgren-Brüdern Peter und Tommy im Abyss Studio ein und kommen mit Hammeralbum und Mördersound zurück. "Fiendish Regression" erscheint Ende August, zunächst in einer Limited Edition mit zwei Bonustracks.

Danach geht es von Dezember 2004 bis Mai 2005 auf Tour. Mit dabei sind u.a. Rotting Christ, God Dethroned und Dew-Scented. Frontgrowler Ola Lindgren findet nebenbei noch Zeit für ein anderes Projekt: Seit 2005 bedient er bei Souldevourer die Gitarre - gemeinsam mit Robert Sennebäck (ehemals Dismember und Unleashed) und Joakim Sterner (Necrophobic). Auch Jörgen startet mit Nicke Andersson (Hellacopters) eine Band namens Death Breath.

Anfang 2006 gehen Grave erneut mit Dew-Scented, Cryptopsy und Aborted auf Europatour. Etwa zur gleichen Zeit nehmen die Schweden ihr Album "As Rapture Comes" in Stockholm auf. Für den Mix holen sie sich erneut Peter Tägtgren (Pain/Hypocrisy) ins Boot. Auf dem tonnenschweren Stück Metal, das Ende Juli erscheint, gehen Grave ihren eingeschlagenen Weg konsequent weiter und servieren kraftvollen und kompromisslosen Death Metal.

Mit Drummer Ronnie Bergerståhl wechseln sie zu Regain Records und nehmen die Produktion der nächsten Scheibe in die eigene Hand. Musikalisch bleibt auf "Dominion VIII" alles beim Alten, auch wenn sie sich ein wenig stärker an ihren ersten Scheiben orientieren. Live holen die Schweden mittlerweile regelmäßig Gitarrist Magnus Martinsson als Unterstützung hinzu, doch im Studio gehen sie nach wie vor als Trio zu Werke.

Während Century Media mit der Best-Of "Exhumed - A Grave Collection" noch was vom Kuchen abhaben will, konzentrieren sich Grave auf ihr nächstes Album. Überraschungen gibt es auf "Burial Ground" im Juni 2010 weitgehend keine, was soviel heißt wie: Old school as fuck! Keine Kompromisse, keine Experimente - mit diesem Kurs fahren sie auch mit den nächsten Veröffentlichungen immer noch am besten.

Alben

Grave - Dominion VIII: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2008 Dominion VIII

Kritik von Michael Edele

Die Schweden nehmen DIY ernst - das hört man der Scheibe an. (0 Kommentare)

Fotogalerien

Grave auf dem Summer Breeze 2009 Death Metal Urgestein aus Schweden.

Death Metal Urgestein aus Schweden., Grave auf dem Summer Breeze 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Death Metal Urgestein aus Schweden., Grave auf dem Summer Breeze 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Death Metal Urgestein aus Schweden., Grave auf dem Summer Breeze 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Death Metal Urgestein aus Schweden., Grave auf dem Summer Breeze 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele)
  • The Grave

    Offizielle Homepage.

    http://www.grave.se/
  • Grave@MySpace

    Dig my grave, it's MySpace.

    http://www.myspace.com/gravespace

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