Porträt

laut.de-Biographie

Ensilence

"Ich bin eine visionäre, authentische Künstlerin, die echte Realitäten abbildet: Musik mit Anliegen und Wahrheit in einer Welt aus Lügen." Mit ihrer unbescheidenen Selbstumschreibung macht Ensilence gleich bei Erstkontakt klar: Sie schreibt mit ihrem Rap keine halben Geschichten.

Seit ihrem mit Al Dumaurier entstandenen Debüt-Mixtape "Between The Lines", 2008 bei Bamboo Shack Music erschienen, bringt die Conscious-MC New Castle in Pennsylvania auf die Raplandkarte.

Im zarten Alter von 14 Jahren beginnt Ensilence, im Umfeld der heimatlichen Harbor Heights Projects an eigenen Lyrics zu arbeiten. Schnell merkt sie, was für eine starke Ausdrucksform sie mit ihren poetischen Texten zur Hand hat.

An die Stelle möglichst effektiver Rhymes rückt bald die persönliche Botschaft. "Ich habe das Musikding erst mit etwa 19 richtig ernst genommen. Da wurde mir klar: Hip Hop mit Message ist nicht bloß etwas, womit ich mich beschäftigen möchte. Es ist etwas, das ich tun MUSS."

Ohne eine erwähnenswerte Hip Hop-Community in der Heimatstadt New Castle sind es vor allem andere Künstler von East- und Westcoast, die sie diesem Ziel näherbringen. Wu-Tang Clan, Mos Def, Lauryn Hill, J Dilla, The Roots, Rakim und ganz besonders Nas prägen die Amerikanerin in Teenagertagen. Deren verdichtete Wortkunst inspiriert sie zum Schreiben.

"Ich fühle mich geehrt, die wegweisende Tradition des ausdrucksstarken Hip Hop weiterzuführen. Musik besitzt keine Begrenzungen. Wenn ich mit meiner Musik die Ohren und Herzen einer Person berühren kann, dann habe ich meinen Job richtig gemacht."

In ihren mit Soul-Samples angereicherten Tracks verarbeitet die ungesignte Rapperin Ereignisse aus ihrem Alltag genauso wie die großen metaphysischen Fragen des Lebens: Wahrheit, Glaube, Ehrlichkeit und Liebe liefern ihr stets wiederkehrende Themen.

Die Sounds selbst geben sich unterdessen regelmäßig eher zurückgelehnt. Ein weicher, anschmiegsamer Flow geht bei Ensilence über harte Punchlines und Beats. "Ich bin eher low-key", sagt die in den Mittachtzigern geborene Lyricistin dementsprechend über sich. Bescheidenheit kennt sie bei allem visionären Anspruch am Ende also auch noch.

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