Porträt

laut.de-Biographie

Dub Trio

Vielfalt, dein Name sei Dub Trio. Ob als Showcase-Band für Lady Gaga, Reggae-Unterbau für Matisyahu oder Haus und Hof-Ideenumsetzer eines Mike Patton, diese drei New Yorker fühlen sich in jedem Genre zuhause. Genau deshalb können sie auch als Dub Trio psychopathischen und vertrackten Progrock mit Dubelementen vermischen und dabei immer noch die Brooklyn-Coolness bewahren.

DP Holmes (Gitarre) und Stuart Brooks (Bass) lernen sich am Berklee College kennen und spielen bald zusammen in der Band Actual Proof. Im Jahr 2000 übersiedeln sie nach New York City mit einer Karriere als Sessionmusiker in Aussicht. Zusammen mit Drummer Joe Tomino formen sie bald eine gutgebuchte Rhythmsection, sind aber auch individuell bei vielen Hiphop- und Pop-Produktionen mit von der Partie. Brooks spielt Basslines für 50 Cent, Tupac, Slick Rick und Macy Gray ein, Holmes lässt seinen Sechssaiter auf Common- und Mos Def-Alben erklingen. Schlagwerker Tomino wirkt bei Lady Gagas Fame-Album mit und tourt mit den Fugees.

Als Outlet für die kreative Energie gründen die drei das rein instrumentale Dub Trio, wo sie ohne Regeln und Grundsätze ihrer Vorliebe für Dub- und Reggaegrooves nachgehen. Entgegen allen Ratschlägen der Szenekollegen, dass niemand eine dreiköpfige, instrumentale Dubband sehen will, signt nach kurzer Zeit das Lable ROIR die Band und veröffentlicht 2004 das Debüt "Exploring The Dangers Of". In der Folge touren sie im Vorprogramm von Gogol Bordello, Soulive und Meat Beat Manifesto durch Amerika.

Für ihren zweiten Streich schlug das Label eine Kollaboration mit einem Gast-Vokalisten vor. Der Auserwählte hört auf den Namen Mike Patton und ist nach kurzer Kontaktaufnahme per E-Mail begeistert an Bord. "Not Alone" heißt der resultierende Song, der sowohl auf dem zweiten Dub Trio-Album "New Heavy", als auch auf Mike Pattons 2006er-Großtat "Peeping Tom" erscheint.

Weil beide Seiten von der musikalischen Aufgeschlossenheit ihres Gegenübers beeindruckt waren, wird das Dub Trio zu Pattons Backingband für die Peeping Tom-Liveshows. Die US-Tour führt sie unter anderem in den heimischen Madison Square Garden als Support für The Who. Nebenbei basteln Brooks, Holmes und Tomino weiter an originalem Material und veröffentlichen 2007 eine Live-Platte mit dem Titel "Cool Out And Coexist" als Abschluss ihres Vertrages mit ROIR. Immer mehr härtere Elemente finden sich in ihrem Sound wieder, genauso wie Loops und elektronische Verfremdungen der Drumgrooves.

Auf Ipecac erscheint das dritte Studioalbum "Another Sound Is Dying", wo Patton wieder auf einem Song mitmischt und singt. Parallel dazu wird der Künstler Matisyahu auf das Dub Trio aufmerksam und engagiert sie als Backing- und Vorband für seine 2009/10er-Tour. In der ersten Woche des Juni 2010 nehmen sie in einer der seltenen Tourpausen ihr nächstes Album mit dem Titel "IV" auf. Drummer Tomino beschreibt das Werk so:

"Wenn man sich "IV" anhört, erkennt man noch, dass Dub als Konzept und weniger als Genre die Ausgangslage der Musik ist. Dann hört man aber von Metal über Dubstep alles auf dem Album, sogar einen präparierten Pianotrack." Wegen erweiterter Tourverpflichtungen erscheint das Album erst im Oktober 2011.

Alben

Dub Trio - IV: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2011 IV

Kritik von Josef Gasteiger

Sabbath-Riffs mit Dubverrücktheiten, von Mike Patton abgenickt. (0 Kommentare)

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Fr 18.04.2014 Bulle (Ebullition)
Sa 19.04.2014 Sursee (Kulturwerk 118)

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