Porträt

laut.de-Biographie

Deathbound

Auch wenn es sich bei Deathbound wohl tatsächlich um eine feste Band handelt und nicht nur um ein wild zusammen gewürfeltes Projekt aus erstklassigen Musikern, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Sämtliche Musiker sind noch bei anderen und nicht gerade unbekannten Bands aktiv, ohne sich dabei irgendwie zu verzetteln.

Den Grundstein für die Band legen Shouter Kai 'Kaitsu' Jaakola, Gitarrist Petri 'Pete' Seikkula und Basser Tommi 'Kuntz' Konu bereits 1995, allerdings noch unter dem Namen Twilight. Kai hat seinen Job bei Necromicon quittiert, Tommi bei The Duskfall raus ist, Petri aber nebenher noch bei ... And Oceans einsteigt. An den Drums sitzt zunächst noch Gates Of Ishtar/The Duskfall-Gitarrist Mikael Sandorf, den aber schnell Session-Drummer Blastmor ablöst.

Zwar sitzt kurzfristig auch mal Mika 'Gaunt Aalto (Gitarrist bei Rotten Sound) auf dem Hocker, doch letztendlich ist es Sami Latva, der auf dem Debüt "To Cure The Sane With Insanity" in die Felle drischt. Konstanz im Line-Up ist aber weiterhin ein Fremdwort, denn Tommi packt nach dem Release seine Koffer, was dafür Mika wieder ins Spiel bringt. Dieses Mal eben als Bassist. Zwar scheint es mit Deathbound nicht ganz so rund zu laufen, dafür wird Kai in seiner Position als Sänger immer gefragter.

2005 glänzt der Kerl schließlich auf drei verschiedenen Veröffentlichungen. Zum einen schreit er das "Lifetime Supply Of Guilt"-Album von The Duskfall ein und macht auch auf "Night On Earth" von Dawn Of Relic eine gute Figur. Mit "Doomsday Comfort" meldet er sich Mitte Oktober mit seiner eigenen Band Deathbound endlich zurück, nachdem sie Anfang 2005 mit Deathchain schon eine Split EP veröffentlicht haben.

Waren die Beiträge für die anderen Bands deutlich im Thrash Metal angesiedelt, gibt es von Deathbound ein kräftiges Pfund Death Metal mit einigen Grindcore-Einflüssen auf die Nuss. Die Aufnahmen sind übrigens die letzten von Mieszko Talarczyk (Nasum), der bei der Flutkatastrophe in Asien Ende 2004 ums Leben kommt.

Mit Rotten Sound ist nach wie vor fröhliches Mitglieder-Tauschen angesagt. Sami vermöbelt in beiden Bands die Drums und Basser Toni Pihlaja ist ab 2006 ebenfalls bei beiden Combos aktiv. Musikalisch ändert sich auch auf dem nächsten Hassbatzen "We Deserve Much Worse" nichts. Mit Napalm Death und The Scourger geht es auf Tour durch den Balkan und legen Deathbound anschließend erst einmal auf Eis. Die Rückkehr aus dem Winterschlaf markiert die Split mit den Kollegen von Coldworker, bevor sie Ende Januar 2010 "Non Compos Mentis" nachlegen.

Bevor sie im Februar auf Tour mit Demonical und My Own Grave gehen, müssen sie einmal mehr das Problem eines nicht vorhandenen Bassisten klären.

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