Porträt

laut.de-Biographie

Boppin' B

Was 1985 als spontanes Bandprojekt für einen Auftritt an einem Aschaffenburger Gymnasium gedacht ist, entwickelt sich zum festen Bestandteil der internationalen Rockabilly-Szene. Boppin' Bunny And The Be Bop Boys nennen sich Golo Sturm (Gitarre), Thomas Weiser (Schlagzeug), Uli Monjau (Bass) und Dirk Hartmann (Schlagzeug) zunächst noch, verkürzen den Namen nach den ersten Erfolgen schon bald auf Boppin' B.

Noch als Schüler nehmen die vier an Nachwuchswettbewerben teil und erspielen sich über die Jahre mit zahlreichen Liveauftritten eine treue Fangemeinde. Als Harald Hertel 1987 an die Stelle von Dirk Hartmann tritt, im folgenden Jahr Didi Beck den Basser Uli Monjau ersetzt und schließlich der Saxophonist Frank Seefeldt zur Band stößt, ist eine bestens harmonierende Besetzung gefunden, die mit "Bee-Bop" 1989 ihr Debüt auf Langspielplatte gibt. Kurz wird Markus Gleim zur Stimme von Boppin' B.

Danach geht es Schlag auf Schlag. Fernsehauftritte machen die Aschaffenburger republikweit bekannt, sie bekommen mehr und mehr Anfragen für Liveauftritte. Auf der Bühne können die fünf Musiker ihr Talent voll ausspielen, sie begeistern mit ihren energetischen Shows nun auch in Luxemburg, Österreich und der Schweiz. 1995 steigt Sänger Markus aufgrund gesundheitlicher Probleme aus. An seine Stelle tritt Michael Treska.

1996 bringen sie ihr eigenes Label FDR an den Start, spielen ein Jahr später in der Harald Schmidt Show und geben 1998 ihre ersten Konzerte im Mutterland des Rock'n'Roll. Rund 200 Konzerte pro Jahr spielen Boppin' B und schreiben damit die Tradition von Musikern wie Hank Williams oder Johnny Cash fort, die ebenfalls unermüdlich durch die Welt tourten, um ihre Musik an die Frau und den Mann zu bringen.

2000 nimmt die Band eines ihrer Livekonzerte auf und bringt es unter dem ironischen Titel "Scheisskapelle - Live" auf ihrem Label raus. Neben klassischen Tunes wie "Ghostriders In The Sky" oder "Viva Las Vegas" versüßt die Coverversionen wie Modern Talkings "You're My Heart, You're My Soul" das Hörvergnügen. Auch Hubert Kahs NDW-Hit "Sternenhimmel" ist nicht davor sicher, von Boppin' B in ein Rock'n'Roll-Gewand gekleidet zu werden.

Das Jahr 2004 ist ebenfalls sehr erfolgreich. Mit Sashas aufsehenerregendem Projekt Dick Brave gehen die fünf Musiker als Support Act auf Tournee und können ihren Bekanntheitsgrad in neue Höhen schrauben. Ende des Jahres erweisen sie Sasha mit der CD "Bop Around The Pop", auf der sich Coverversionen des Popstars wiederfinden, die Ehre.

Auf ihrem im März 2008 erscheinenden Album "Rock'n'Roll Radio" vertrauen Boppin' B auf das alte Erfolgsrezept und praktizieren wieder leidenschaftlichen Rock'n'Roll in allen Spielarten. Neben einigen Punk-Coverversionen, wie "Hand In Hand" von den Beatsteaks und "Blitzkrieg Bop" von den Ramones ist auf der Platte auch wieder vermehrt eigenes Material zu finden.

Bis 2012 absolvieren Boppin' B rund 5.000 Auftritte, sei es auf Festivals oder im Rahmen eigener Tourneen. Der im selben Jahr erscheinende Longplayer "Monkey Business" erfreut neben Eigenkompositionen auch mit verrockten Covern von z. B. Adele ("Rolling In The Deep") und Depeche Mode ("Enjoy The Silence"). Sich mit der Veröffentlichung überschneidend, kündigt Sänger Michael Treska seinen Rückzug zum Jahresende an. Von der Gründungsformation ist somit nur noch Drummer Thomas Weiser an Bord.

Ihre Ritterschläge an der Tafelrunde des Rock'n'Roll haben die Aschaffenburger längst erhalten, spielten sie schließlich bereits im Vorprogramm von Legenden wie Jerry Lee Lewis und Chuck Berry. Für einen TV-Auftritt begleiteten sie Wanda Jackson ("Let's Have A Party"). Grundehrlicher, rüde und rauh eingespielter Rock'n'Roll hat einfach zu allen Zeiten Konjunktur. Boppin' B tragen mit viel handwerklichem Können und Herzblut zu seiner bis heute ungebrochenen Popularität bei.

Alben

42 (2003)

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