Porträt

laut.de-Biographie

Ark (F)

Der französische Electro-Act Ark gehört mit zum schrägsten, was die Szene zu bieten hat. Während sich ein Großteil der Produzenten im einmal gefundenen Stil gefällt, überrascht Ark den Hörer immer wieder aufs Neue. Knackige Dancefloor-Monster hat der sympathische Franzose genauso auf seiner Festplatte gespeichert, wie experimentelle Klangbilder oder entrückten Techno-Funk.

Unter letztgenannter Kategorie lässt sich vielleicht seine Hitsingle "Sucubz" verbuchen, die dank ihrer sexy Hookline und dem schlüpfrigen Refrain ("I Like The Way Your Booty Shake") regelmäßig in den Sets von Ricardo Villalobos zu Ehren kommt. Gleichgesinnte findet Guillaume Berroyer, wie Ark in seinem Reisepass heißt, auch im britischen Querdenker Mathew Herbert, dem Frankfurter Produzenten Peter Kremeier aka Losoul sowie seinem Landsmann Quentin Dupieux, der unter dem gelb-pelzigen Alias Mr. Oizo die Hitparaden stürmt.

Die Wurzeln von Berroyer liegen weit außerhalb der elektronischen Musik. Noch mehr Kind als Teenager stößt er sich seit dem 13. Lebensjahr in verschiedenen Ska- und Punkbands die Hörner ab, bevor es ihn ins experimentelle Feld des Fusion verschlägt. Mit seiner Band THC gehört er zu den profiliertesten Acts des Genres in Frankreich. Die Lust am Experiment und die Liebe zu ungewöhnlichen Sounds eröffnen ihm zu Beginn der 90er Jahre ein neues Feld: die elektronische Musik.

Mit Pépé Bradrock ruft er das Projekt Trankilou ins Leben, das 1996 mit "Escalope De Dingue" eine Hitsingle veröffentlicht, um schon kurz darauf wieder von der Bildfläche zu verschwinden. Berroyer tüftelt anschließend unter dem Alias Ark weiter und etabliert mit seinen experimentell-minimalistischen Tracks ein Gegengewicht zum populären French-House à la Daft Punk. Damit wird er zum Vorreiter einer Szene, die wenige Jahre später dank Ivan Smagghe und Chloé auf hohem Niveau floriert.

Ark EPs wie "Le Magicien D'Os", "Punkadelic" oder seine Alleluyark-Reihe auf Circus Company finden sich in den Plattencases von Laurent Garnier, Jeff Mills oder Sven Väth. Dabei reicht der musikalische Kosmos von wildem Sample-Techno, wie ihn Akufen zu seinem Markenzeichen macht, über fricklige Breakbeats bis hin zu schuffelndem Minimal. "Caliente", das im Frühjahr 2005 auf Perlon erscheint präsentiert die schräge Klangwelt von Ark im Albumformat.

Alben

Ark (F) - Caliente: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 5 Punkte

2005 Caliente

Kritik von Daniel Straub

"I like the way you booty shake, ahhh, ahhh!" (0 Kommentare)

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