Porträt

laut.de-Biographie

Westside Gunn

Buffalo, ganz im Westen des Bundesstaats New York an der Grenze zu Kanada gelegen, ist vielen vor allem ein Begriff, wenn es um Kriminalitätsraten, Gewalt und Drogenhandel geht. In diesen Statistiken taucht die Stadt immer wieder auf und macht von sich reden. Genau in dieser Umgebung wächst Alvin Lamar Gentry, genannt Westside Gunn, in den 80ern und 90ern auf, gemeinsam mit seinem älteren Halbbruder Conway The Machine und Cousin Benny The Butcher.

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Seine ersten Jahre kennzeichnen Kriminalität und Verluste im Familienumfeld. So wird sein Cousin Machine Gun Black, einstiger Wegbegleiter und Mitstreiter Westside Gunns, im Jahr 2006 in Buffalo ermordet. Westside Gunn hat allerdings schon immer vor Augen, seinem Leben einen anderen Weg zu geben, weswegen sein ursprünglicher Plan vorsieht, seinen Halbbruder Conway The Machine zu managen.

Im Jahr 2012 kommt dann aber alles anders. Als Conway mehrfach angeschossen wird, sieht sich Westside Gunn gezwungen, andere Wege zu gehen, veröffentlicht selbst sein Mixtape "Hitler Wears Hermes" und macht sich direkt einen Namen im New Yorker Untergrund. Es folgen weitere Mixtapes mit demselben kontroversen Namen und 2014 die Gründung des Labels Griselda Records.

Westside Gunn zeichnet seine untypische hohe Stimme aus. In seinen Songs gibt es wiederholt Anspielungen auf seine Vergangenheit in Buffalo, Metaphern über Waffen, Autos, Drogen, aber auch seine große Liebe zum Wrestling findet mit sprachlichen Bildern immer wieder einen Platz in den von Soul- und Jazz-Samples geprägten Boom Bap-Produktionen.

Das erste Album "Flygod" erscheint 2016 mit Features von unter anderem Danny Brown, Skyzoo, Meyhem Lauren und natürlich dem wieder genesenen Conway, und erstmals macht Westside Gunn auch im Mainstream auf sich aufmerksam. Es folgen weitere Releases wie "Hall & Nash" und "Griselda Ghost" zusammen mit Conway, "Flygod Is An Awesome God" mit Produktionen von unter anderem Madlib, The Alchemist oder DJ Muggs, und auch das Nachfolgealbum "Supreme Blientele" (in Anlehnung an Ghostface Killahs "Supreme Clientele") lässt nicht lange auf sich warten. Es erscheint 2018, nachdem Westside Gunn einen Vertrag mit Eminems Label Shady Records und einen Management-Deal mit Jay-Zs Plattenfirma Roc Nation abgeschlossen hat.

Westside Gunn - 10
Westside Gunn 10
Der Rapper aus Buffalo erinnert zunehmend an Tyler The Creator.
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Nichtsdestotrotz veröffentlicht er auch immer noch Mixtapes in Eigenregie. So geht die "Hitler Wears Hermes"-Reihe jährlich weiter, zum Label gesellen sich die eigene Modemarke Fashion Rebels und die Wrestlingmarke Fourth Rope, und auch Mixtapes und EPs von Conway und Benny erscheinen weiterhin über Griselda Records.

"I'm more coke seller, less Coachella", rappt Westside Gunn noch im Jahr 2016, eine Hommage an die Straßen von Buffalo, in denen er aufwuchs. Das Buffalo, das vorrangig für seine hohe Kriminalitätsrate berühmt ist. Das Buffalo, von dem Dank Griselda die ganze Rapwelt spricht. Das Buffalo, das ganz offiziell am 28. August den Alvin "Westside Gunn" Worthy Day feiert. "Motherfucker, I'm a legend."

Dieser Anspruch sollte sich erst noch richtig erfüllen: Gunn droppt nicht nur immer weiter Mixtapes (seine "Hitler Wears Hermes"-Reihe - Höhepunkt, nicht nur dank dem Titel: "Hitler Wears Hermes 8: Sincerly, Adolf"), 2020 erfolgt der endgültige kommerzielle Durchbruch mit dem hochgelobten Album "Pray For Paris". Westside schiebt umgehend mit "Who Made The Sunsine" ein weiteres Album nach, ohne an der Mixtape-Front nachzulassen. Mit "10" erscheint 2022 allerdings angeblich die letzte Ausgabe von "Hitler Wears Hermes", verwirrenderweise ohne eben diesen Namen im Titel.

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Alben

Westside Gunn - 10: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2022 10

Kritik von Franz Mauerer

Der Rapper aus Buffalo erinnert zunehmend an Tyler The Creator. (0 Kommentare)

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