laut.de-Biographie
Ava Max
Ihre Mutter predigt ihr bereits als Kind, warmes Wasser zu trinken und einen Schal zu tragen, um ihre Stimme zu schützen. Ihr Gesangstalent wurde ihr nämlich in die Wiege gelegt. Doch trotzdem braucht es seine Zeit bis Ava Max, die mit bürgerlichem Namen Amanda Ava Koci heißt, auch außerhalb von Talentwettbewerben Erfolg hat.
Die Albanierin stammt aus einer durch und durch musikalischen Familie und hat schon als kleines Kind, das Ziel vor Augen Sängerin zu werden. Ihre Eltern teilen diesen Wunsch und unterstützen sie wo sie nur können. Das heißt in ihrem Fall, dass sie ihre Eltern so gut wie nie zu Gesicht bekommt, da sie jeweils drei Jobs gleichzeitig nachgehen um ihren Sprössling zu supporten. Nach mehrfachen Umzügen innerhalb der USA, zieht ihre Familie nach Los Angeles, um dort bessere Anschlüsse in die Musikindustrie zu finden. Die junge Amanda träumt zu dieser Zeit noch von einer Zusammenarbeit mit Pharrell Williams.
Sie lernt den Neptunes-Rapper zwar vorerst nicht kennen, aber es dauert trotzdem nicht lange bis sich erste Türen für sie öffnen. Produzenten Fritz Jerey und Dr. Luke finden gefallen an der damals noch unbekannten Sängerin und nehmen erste Songs mir ihr auf. Der große Durchbruch bleibt jedoch weiterhin aus.
Obwohl sich Plattenfirmen reihenweise von der Teenagerin begeistert zeigen will sie niemand so recht unter Vertrag nehmen. Erst mit 17 Jahren lernt sie auf einer Geburtstagsparty den Star-Produzenten Henry Russel Walter aka Cirkut kennen, der sie prompt unter seine Fittiche nimmt. Erste Singles veröffentlichen die beiden 2015 auf Soundcloud und Youtube. Doch wie es so oft, gingen diese im World Wide Web verloren und verschaffen ihr weiterhin keinen Plattenvertrag.
Diesen ergattert sie sich erst im Jahr 2018. Nachdem sie erstmals unter dem Namen Ava Max auf dem Song "Clap Your Hands" des amerikanischen DJs Le Youth mitwirkt, meldet sich Atlantic Records bei ihr und bietet ihr das so sehnsüchtig gewünschte Stück Papier an.
Von dort an, entwickelt sich ihre Karriere zum Selbstläufer. Ihren ersten großen Erfolg unter Atlantic landet sie mit der Single "Sweet But Psycho", die innerhalb eines halben Jahres sämtliche Chartspitzen Europas erobert und mit mehrfachem Gold und Platin ausgezeichnet wird. Auf dem Erfolg ausruhen will sich die mittlerweile 25-jährige allerdings nicht: Bereits im März 2019 legt sie mit der Single "So Am I" nach und feiert erneut weltweiten Erfolg.
Mit ihrem verrückten Haarschnitt und ihren edgy Outfits wirkt sie wie eine junge Lady Gaga, die sich peau á peau ihre eigene Kerbe in die modernen Pop-Welt schlägt. Während ihr Debüt "Heaven & Hell" noch wie aus der Zeit gefallen wirkt, gibt sich Ava Max mit "Diamonds & Dancefloors" als der Prototyp eines neuen Main Pop-Girls. Artistisch wie auch visuell leitet sie eine neue Ära ein, die sich klar von ihrem ersten holprigen Versuch eines Konzeptalbums abgrenzt, die Ambitionen ein wenig höher steckt und den Ear-Candy noch mehr ins Zentrum rückt.
Damit allerdings scheint ihr Karrierehöhepunkt bereits überschritten. "Don't Click Play" (2025) zeigt, dass sie all diese Taschenspielertricks zwar ins Radio und in die Charts bringen konnten, aber einer musikalischen Identität oder einem richtigen Stamm an Fans ist sie damit keinen Schritt näher gekommen.