Porträt

laut.de-Biographie

Max Giesinger

Max Giesingers Biografie liest sich ein wenig wie eine abgeschwächte Version von Forrest Gump in der deutschsprachigen Popwelt. Irgendwie war der Musiker überall dabei und hat viel versucht. In dieser Kombination verkörpert er fast eine Metapher für den Zustand und den Zeitgeist des gegenwärtigen Mainstreams.

Max Giesinger: Neues Video zu "Legenden"
Max Giesinger Neues Video zu "Legenden"
Ein WM-verdächtiger Song frisch aus der Deutschpop-Mikrowelle.
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Doch von vorne: Giesinger stammt aus Waldbronn im Einzugsgebiet von Karlsruhe. Schon als kleiner Junge träumt er von der großen Karriere. Er ist gleichermaßen Fan von Pink Floyd und "Deutschland sucht den Superstar". Bereits mit 13 startet er die Punk-Formation Deadly Punks.

In der Folge wechselt der 1988 Geborene die Bands wie Unterhosen (unter anderem spielt er in den Reihen der Bud Spencer Group und Souvereign Point, sein Soloprojekt heißt Maxville) und bestreitet während seiner Schulzeit unzählige Gigs. Bereits in jungen Jahren zeigt sich also, dass er es ernst meint. Dieser Erfolgswille zieht sich in der Folge durch seine gesamte Karriere.

Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass Giesinger schon als Teenager das Videoportal YouTube als Plattform nutzt und dort bereits ab 2006 Songs ins Netz pumpt. Doch Max ist nicht nur im WWW unterwegs. Nach erfolgreich abgelegtem Abitur schickt er sich an, die waschechte weite Welt zu erkunden. Per Work-And-Travel reist er durch Australien und Neuseeland, die Klampfe immer im Gepäck.

Neben den klassischen Backpacker-Jobs verdient sich Max als Straßenmusiker einige Kröten dazu und spielt etwa in Sydney um den Respekt der Fußgänger. Zurück in der Heimat, läuft es wunderbar: Max wird regelmäßig gebucht und entscheidet sich für eine Zukunft als Berufsmusiker.

Um sich nicht total blindlings in die Mühlen des künstlerischen Berufslebens zu stürzen, bewirbt er sich an der Mannheimer Popakademie, die ihn zuvor schon mit ihrem Bandpool-Programm förderte. Doch Max scheitert an der Aufnahmeprüfung und entscheidet sich für einen Schritt, der seinen Leben nachhaltig verändert. Er marschiert zum Casting der ProSieben-Erfolgsshow "The Voice Of Germany".

Nach den Vorcastings in Freiburg und Berlin findet er sich plötzlich im Fernsehstudio vor der Jury wieder. Der erste Auftritt mit seiner Version des Kings Of Leon-Hits "Sex On Fire" läuft geradezu perfekt, und alle vier Juroren winken Max eine Runde weiter.

Der entscheidet sich letztlich für Xavier Naidoo als offiziellen Coach und kämpft sich an der Seite des Mannheimer Barden bis ins Finale, wo er den vierten Platz belegt. Max nutzt die Gunst der Stunde, veröffentlicht in Rekordschnelle den Song "Dach Der Welt" und geht danach mit eigener Band auf erfolgreiche Deutschlandtour.

In der Folge ebbt der "Voice"-Hype langsam aber sicher ab, und Max steht am Scheideweg: Wie soll es weitergehen? Der direkte Durchbruch bleibt ihm verwehrt, mit den Plattenfirmen liegt der Musiker auch nur bedingt auf einer Wellenlänge.

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Max entscheidet sich – Forrest Gump-typisch – für einen Umweg und startet eine Crowdfounding-Kampagne, um sein Debüt "Laufen Lernen" zu finanzieren. In nicht einmal 24 Stunden erreicht er sein Finanzierungsziel und setzt 2014 die erste eigene Platte in Eigenregie um.

Fortan hat Max einen Fuß in der Tür, den nächsten Schritt geht er aber erst 2016 und unterschreibt bei BMG. Für das Video zur Single "80 Millionen" holt er sich die "Germany's Next Topmodel"-Gewinnerin Stefanie Giesinger ins Boot. Ein genialer Schachzug: Das Boulevard überschlägt sich förmlich: Sind die beiden Giesingers etwa Geschwister? Oder läuft etwas zwischen den beiden Casting-Erfolgstypen?

Auch der Song offenbart ordentliches Hitpotenzial und entert im Handumdrehen Rang 13 der deutschen iTunes-Charts. Auch das dazugehörige Video geht steil auf die Millionengrenze zu. Sein zweites Album nennt Max Giesinger "Der Junge, Der Rennt", eineinhalb Jahre später lässt er dem noch eine Live-Version folgen.

... und da wären wir wieder bei Forrest Gump.

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Alben

Termine

Sa 28.07.2018 Chemnitz (Wasserschloss Klaffenbach)
So 29.07.2018 Tettnang (Schloßgarten)
Fr 03.08.2018 Steinbach (Langenbach Naturtheater)
Do 16.08.2018 Kassel (Schlosshotel)
Sa 18.08.2018 Hamburg (Stadtpark Freilichtbühne)

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