Porträt

laut.de-Biographie

Mark Ronson

Musik, wohin Mark sieht. Sein Stiefvater spielt bei Foreigner, er selbst ist zeitweise verlobt mit Rashida, der Tochter von Produzentenlegende Quincy Jones, und seine Schwester Samantha steht als erster Alternative-Artist beim mächtigen Rap-Label Roc-A-Fella Records unter Vertrag. Da möchte auch Mark (Foto mit Nate Dogg) nicht hinten anstehen. Er ist DJ auf Puff Daddys Privat-Parties, tourt mit ihm durch Europa, spielt Bass für Strokes-Support Jimmy Fallon und remixt Songs von gestandenen Künstlern wie Outkast, Nelly Furtado, Moby oder Jay-Z. Ende 2003 veröffentlicht der moderne Multi-Instrumentalist Mark Ronson sein Produzentendebüt "Here Comes The Fuzz".

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Bereits mit acht kloppt Mark diverse Drum-Rhythmen auf die Felle. Im gleichen Alter lässt sich seine Mutter scheiden und zieht mit der restlichen Familie von London nach New York. Im Big Apple erweitert sich seine instrumentelle Bandbreite um die Gitarre, Bass und ein kleines bisschen Saxophon. Folglich ist Mark während seiner High School-Zeit ein gefragter Mann bei den lokalen Bands.

Rap gehört in jenen Tagen eher zum Randbereich seiner Vorlieben, auch wenn Beastie Boys, Run DMC, Public Enemy und LL Cool J in seinem Player rotieren. Doch mit 16 greift Mark aktiv ins Hip Hop-Geschehen ein. "Irgendwann zwischen 1992-1993 habe ich ein Mixtape auf der Straße gefunden, das alle Hits der damaligen Zeit wie Dr. Dres 'Deep Cover', ATCQs 'Scenario (Remix)', Pete Rocks 'Reminisce' oder Notorious B.I.G.s 'Party and Bullshit'. Danach wollte ich auch als DJ Songs spielen und zusammen stellen."

Mit den heißesten Scheiben und den alten Platten seines Vaters im Gepäck, macht er sich auf den Weg hinter die Turntables der angesagtesten Clubs. Ob P. Diddy oder Jay-Z, sie alle verpflichten Mark zum Crowd rocken. Doch der talentierte Künstler will mehr. Er will Musik nicht nur abspielen, sondern selbst kreieren. "Ich betrachte mich als Visionär", lässt der junge Mann ein gesundes Selbstbewusstsein erkennen.

Mark Ronson - Late Night Feelings
Mark Ronson Late Night Feelings
Große Gesten, großer Herzschmerz, Drama, Dancefloor, Discokugel.
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Eine große Zukunft bescheinigen ihm auch die A&Rs des Labels Elektra und nehmen Mark unter Vertrag. Nach einigen Remix-Vorspielen bekommt der Glückliche ein paar nette Budget-Dollars in die Hand gedrückt und darf sich für sein Debütalbum "Here Comes The Fuzz" die Künstler seiner Wahl aussuchen. Nate Dogg, The Roots, Ghostface Killah, Sean Paul, Weezer, Mos Def, Q-Tip und M.O.P. stehen genauso auf seiner Gästeliste wie die Rookies Nikka Costa und Debi Nova. Nur das Feature von White Stripes-Scheuklappe Jack klappt nicht, da dieser mit Rap nichts zu tun haben möchte.

Auch 2007 hat der Kerl nichts von seiner Anziehungskraft auf andere Künstler verloren. Auf seinem neuen Album "Version" singen u.a. Robbie Williams, Kasabian und Lily Allen. Als Vorabsingle wird das Smiths-Cover "Stop Me If You Think You've Heard This One Before" unter dem verkürzten Titel "Stop Me" veröffentlicht. Das von dem australischen Sänger Daniel Merriweather interpretierte, soulig angehauchte Stück stürmt in England sogleich die Charts. In Deutschland reißt "Version" allerdings keine Bäume aus, hier reüssiert Ronson vor allem dank seiner Arbeit mit Amy Winehouse.

Nach ihrem Tod dauert es einige Zeit, bis man wieder so wirklich von ihm hört. Dafür sorgt der Hit "Uptown Funk!" mit Bruno Mars am Mikrofon. Kurz nach Nile Rodgers und Daft Punk (2013) trägt Ronson Ende 2014 zu einem kleinen Funk-Retro-Revival bei.

Das Prinzip all seiner Alben und Soundtracks besteht im Zusammenschrauben von Offbeat-Rhythmen und bouncenden Electro-Pop-Beats - eine Kombination, die es in sich hat. Reggae-Funk, Urban-Pop oder Disco-Rock: wie immer man es nennen will, Ronsons Stil klingt eine nette Spur altmodisch und eine Prise nach Future R'n'B im Sinne von The Internet, Jessy Lanza & Co. Vielleicht macht es genau diese gewisse Schrägheit aus, dass seine Musik ankommt.

Unter seinem Namen veröffentlicht er mehrere Longplayer mit einem jeweiligen Sammelsurium an Gästen: "Record Collection" featuret etwa Rose Elinor Dougall und D'Angelo. Auf "Uptown Special" sind Stevie Wonder, Mystikal und durchgängig Herren zu Gast.

Demgegenüber heben sich die "Late Night Feelings" als Ladies-Platte ab. Es treten, nebst anderen, Lykke Li und Miley Cyrus an. Mitte 2019 outet Ronson sich als Fan einer vergessenen Neunzigerjahre Acid-Jazz-Gruppe und produziert sie kurzerhand: The Brand New Heavies. Ans Mikro tritt neben ehemaligen Sängerinnen dieser Combo auch die Neo-Soulerin Angie Stone. Mitte 2019 bekundet Soul-Star Diana Ross, nach langer Abwesenheit an einem neuen Album zu arbeiten, das teilweise von Ronson produziert werde.

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Pressefotos Der DJ von P. Diddys Promi-Partys trumpft auf.

Der DJ von P. Diddys Promi-Partys trumpft auf., Pressefotos | © Eastwest (Fotograf: ) Der DJ von P. Diddys Promi-Partys trumpft auf., Pressefotos | © Eastwest (Fotograf: ) Der DJ von P. Diddys Promi-Partys trumpft auf., Pressefotos | © Eastwest (Fotograf: ) Der DJ von P. Diddys Promi-Partys trumpft auf., Pressefotos | © Eastwest (Fotograf: )

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