Porträt

laut.de-Biographie

Woog Riots

"Woog" ist ein Naturbadesee im Stadtgebiet Darmstadt. Dieser verspricht einen sommerlichen Urlaub in der Heimat. "Riot" steht bekanntlich für Aufstand, Rebellion, Meuterei. Manchmal auch dafür, mal so richtig aus der Haut zu fahren. Beide Begriffe zusammen stehen für Lofi-Indie-Pop im Sinne von Jonathan Richman.

Woog Riots sind vor allem eine Frau und ein Mann aus dem naturbelassenen Hessen. Silvana Battisti singt, spielt Gitarre, Stylophone, Melodika, Säge und allerlei Plastikspielzeug. Marc Herbert harmoniert dazu ebenfalls mit Gesang, Gitarre, Omnichord und Mini-Casio.

Ihre Melodien krachen, träumen und liegen dem Antifolk sehr nahe. Da wird geschrammelt, gezupft und mit singender Säge untermalt. Dazu unverzichtbar das englischsprachige Boy/Girl-Duett der Hauptakteure Silvana und Marc. Woog Riots selbst bezeichnen ihre Musik als DIY-Riot-Pop und das ist es von Beginn an.

Im Probekeller wird die Mischung aus Folk, Garage, 60s und Pop gemütlich in Eigenarbeit produziert. Ihre Poprebellion erscheint auf vielen verschiedenen Samplern, u.a. auf der beliebten "Pop You 3" Kollektion.

In Eigenarbeit und mit Hilfe von Mathias Hill veröffentlichen sie 2004 einen The Fall-Tribute "Sampler. Hier hört man 28 internationale Künstler wie Jeffrey Lewis und Knarf Rellöm, die Songs von und über die Indie-Ikone Mark E.Smith interpretieren. Damit erhalten sie nicht nur gute Kritik im Inland, sondern auch die englische Tagespresse "The Independent" und der unvergessliche John Peel äußern sich positiv über diese liebevolle Huldigung, die auf Alfred Hilsbergs ZickZack Label erscheint.

Im Dezember 2004 regt die 7" Vinyl-Single "King Of Pop" bei What So Funny About für Aufsehen. Legendär schon jetzt die Coverversion von Adam Greens "Friends Of Mine" auf der B-Seite. Dieser Song wird von vielen DJs sehr viel lieber aufgelegt als das Original. Für das Debütalbum schließen sich die Woog Riots zu Hause ein, und neben Badespaß und Fußballvergnügen nehmen sie vierzehn weitere Songs auf. 2006 erscheint dann "Strangelove TV" und wird von Tobias Levin produziert.

Auf ihren zahlreichen Konzertreisen durch Hamburg, Köln, Berlin, Zürich und London wechseln sie gerne die zusätzliche Bandbesetzung und laden befreundete Musiker ein. Flavio Steinbach (Barbara Manning & The GoLuckys!) oder Jens Engemann (Loxley Beade) sieht man da am Schlagzeug, Mathias Hill von der Rockformation Diskokugel oder Fabrizio Steinbach (Crashing Dreams) am Bass. Des weiteren stehen die Darmstädter im Vorprogramm von Jeffrey Lewis, Schwervon, Herman Düne und Jens Friebe. Da geht noch einiges im Indiereich der schönen Poprevolution.

Labelboss Alfred Hilsberg kann sich glücklich schätzen. Er hat schon viele Talente aufgespürt und mit den Woog Riots scheint ihm wieder ein glücklicher Coup gelandet zu sein. Selbst die Engländer haben die fröhliche Musik der Woog Riots für sich entdeckt und feiern die "Krauts" auf ihrer Inselreise im April 2008. Lofi-Pop mit vielen Überraschungen bietet auch die zweite Platte "PASP" auf What's So Funny About.

People, Animals, Society und Places (PASP) sind dabei die Schlagwörter! Neben Punkrock-Krach, Antifolk-Schwärmerei und harmonischen Melodien setzen Silvana und Marc mit zahlreichen Freunden und Gästen auf mehr Bewegung im Dancefloor-Bereich. Synthie-Klänge gesellen sich gut gelaunt zu den rumpeligen Riffs. Move your ass mit den Party-DJs aus Darmstadt.

Alben

Woog Riots - PASP: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2008 PASP

Kritik von Jasmin Lütz

Royal Pop und Lofi-Disko! (0 Kommentare)

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