Porträt

laut.de-Biographie

Wayne Hussey

Wer sich 2009 die magere Diskografie des Engländers Wayne Hussey anschaut, könnte glauben, der Mann sei ein unbeschriebenes Blatt in der Musikszene. Doch das Gegenteil ist der Fall. Hussey, der mit bürgerlichem Namen Jerry Wayne Lovelock heißt, ist eine der Schlüsselfiguren und Wegbereiter des ursprünglichen authentischen Gothic Rock.

Schon als Jugendlicher ist Hussey von der Gitarre als Instrument besessen. 1978 tritt er in die Band Pauline Murray & The Invisible Girls ein. Mit der Combo aus dem Dunstkreis des direkten Joy Division-Umfeldes verdient er sich die ersten Sporen. Sie bringen die legendären Ex-Velvet Underground Chanteuse Nicodazu, mit ihnen für die Single "Procession" zu kollaborieren und diese gemeinsam einzuspielen.

Als Hussey zu beginn der 80er Pete Burns kennen lernt, steigt er bei dessen waviger Dance Pop Band Dead Or Alive ein. Die Band geht in die One Hit Wonder-Geschichte des Eighties-Pop mit dem weltbekannten Singlehit "You Spin Me 'Round" ein. Musikalisch stellt sich das ganze für Hussey jedoch zunehmend als unbefriedigende Sackgasse heraus.

Das ändert sich, als er 1984 Andrew Eldritch kennenlernt und bei dessen Sisters Of Mercy einsteigt. Husseys Art zu komponieren und zu arrangieren verleiht den Sisters ihren typischen Sound der "First And Last And Always" Ära. Das Zusammenspiel elektrischer und akustischer Gitarren auf der gleichnamigen LP von 1984/85 gilt u.a. genau deswegen als Referenz und Meilenstein des Gothic Rock.

Zwist und Uneinigkeit stören das Verhältnis der beiden Kreativlinge in der Folge leider erheblich. Hussey verlässt die Schwestern im Streit und gründet The Mission. 2009 legt er diese auf Eis und beginnt diverse Solo-Aktivitäten. Neben einer charmanten und sehr publikumsbezogenen Tour bringt er sein erstes Album unter dem eigenen Namen heraus. "Bare" zeigt den versierten Gitarristen von der ruhigen Singer/Songwriter-Seite. Weitere Veröffentlichungen sind in Planung.

Alben

Wayne Hussey - Bare: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2009 Bare

Kritik von Ulf Kubanke

Ein neuer Song unter lauter The Mission-Heulern. (0 Kommentare)

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