Porträt

laut.de-Biographie

The Wildhearts

The Wildhearts sind schon seit Ende der 80er Jahre mit ihrem poppigen Punkrock in der britischen Szene unterwegs. Zwanzig Jahre später ist der Fronter und ehemalige Quireboys-Gitarrist Ginger das einzig verbliebene Urmitglied.

Den Grundstein legt der als David Walls geborene Sänger und Gitarrist 1989 zusammen mit Gitarrist C.J. (aka Chris Jaghdar), Sänger Snake (aka Stuart John Neale), Basser Joolz (aka Julien Dean) und Drummer Stid (aka Andrew Stidolph) im englischen Newcastle upon Tyne. In dieser Besetzung nehmen sie für ein Kleinstlabel eine EP auf, die aber nie erscheint. Snake macht sich daraufhin schnellstens wieder vom Acker und Ginger krallt sich folglich noch zusätzlich das Mikro. Musikalisch lärmen sie derweil irgendwo zwischen The Almighty und den Manic Street Preachers.

Die Wechsel im Line-Up ziehen sich fortan wie ein roter Faden durch die komplette Geschichte der Band, denn außer Ginger findet man keines der Urmitglieder auf dem '93er Debüt "Earth Vs. The Wildhearts". Schon bevor sie die Scheibe überhaupt aufgenommen haben, ist die Band immer wieder im Vorprogramm von Bands wie den Manics, Alice In Chains oder sogar Pantera zu sehen. Kurzfristig steigt für den geschassten C.J. sogar ein gewisser Devin Townsend bei The Wildhearts ein, konzentriert sich aber schnell wieder auf eigenen Aktivitäten.

Als das Debüt schließlich draußen ist, geht es mit Suicidal Tendencies über die britischen Inseln und auch Festivals wie Donington und Reading stehen auf dem Plan. In England lobt man die Band über den grünen Klee, weswegen jene die Flucht nach vorne antritt und nach New York übersiedelt. Die Auswanderung dauert aber gerade mal so lange, bis "P.H.U.Q." auf den Markt gelangt und der nächste Gitarrist verschlissen ist. Kaum zurück in England, erscheint die zunächst nur als Fan-EP veröffentlichte Scheibe "Fishing For (More) Luckies".

Nach scharfen Protesten von Band und Fans muss die Scheibe jedoch wieder zurückgezogen werden. The Wildhearts haben daraufhin die Schnauze voll vom Label EastWest und drohen sogar mit ihrer Auflösung. Schließlich veröffentlichen sie die Scheibe mit neuen Versionen und diversen Bonustracks. In England sind sie mittlerweile so groß, dass sie im Vorprogramm von AC/DC und den Sex Pistols auf Tour gehen. Ähnlich wie die Pistols sorgen auch Ginger und seine Jungs immer wieder für handfeste Skandale und nachdem sie '97 die sehr mittelmäßige Scheibe "Endless, Nameless" veröffentlichen, ist erst einmal Schluss.

Während in den nächsten Jahren fast mehr Best-Of-Scheiben erscheinen, als Songs der Wildhearts existieren, bleibt Ginger weiterhin in den Schlagzeilen. In Thailand wird er eingeknastet und taucht ein paar Monate später wieder in London auf. Neben der Band Supershit 666, in der er mit Dregen (Backyard Babies) und Nick Royale (Hellacopters) zockt, gründet er Clam Abuse und Silver Ginger 5.

2001 ist es schließlich soweit und die Wildhearts-Reunion steht an. Sogar C.J., Stid und Basser Danny McCormack sind dabei. "The Wildhearts Must Be Destroyed" ist das Comeback-Album betitelt und sowohl Andy Cairns von Therapy?, als auch Justin Hawkins von The Darkness lassen sich nicht zweimal bitten. Mit denen eröffnet man ein paar Dates für Motörhead, bevor Ginger die Band ab 2005 genauso oft auflöst wie neu aufstellt und kurzfristig mal bei Brides Of Destruction einsteigt.

So erscheint das nächste Studioalbum auch erst 2007. Neben Ginger und C.J. zocken auf "The Wildhearts" noch Basser Scott Sorry und Drummer Rich Battersby. Diese Besetzung bleibt vorerst stabil und hält auch fürs Coveralbum "Stop Us If You've Heard This One Before, Vol 1.". Den neuesten Streich legen sie schließlich Anfang September mit "Chutzpah!" vor und spielen darauf einmal mehr ihre Mischung aus Rock, Punk und einer Prise Pop.

Alben

Videos

Video Video wird geladen ...

Noch keine Kommentare