Porträt

laut.de-Biographie

The Departure

Was machen Typen in Northhampton, wenn es ihnen langweilig ist? Sie gründen eine Band und starten innerhalb eines Jahres richtig durch. "Wir waren gelangweilt und wollten aus unserem Leben was machen. Und was gibt es für einen besseren Weg, als eine Band zu gründen und Songs zu schreiben?", sagt Gitarrist Lee Irons. Gesagt, getan. Denn bis zu der Zeit hatte die Stadt keine wirklich aktive Musikszene. Ihren ersten Gig hatten David Jones, Sam Harvey, Lee Irons, Ben Winton und Andy Hobsonzum zum ersten Mal in einem Pub in Northhampton am Anfang des Jahres 2004.

Da in Großbritanniens größter Kleinstadt schon seit ewigen Zeiten kein A'n'R-Mann mehr gesichtet worden war, fuhr die Band im Anschluss an ihren zweiten Gig nach London, um ihr erstes Demo aufzunehmen. Wo sie schon mal da waren, konnten sie auch gleich ein paar Plattenfirmen anrufen und ihr Demo einigen wichtigen Leuten persönlich in die Hände drücken. Mit dem Ergebnis, dass sich bei ihrer nächsten Probe plötzlich zahlreiche A'n'R-Manager in ihrem Übungskeller drängelten. Am folgenden Wochenende spielte die Gruppe bei einem lokalen Festival in Northampton.

Die Jungs gaben ein restlos überzeugendes Konzert. Kurze Zeit später unterschrieben sie bei Parlophone einen Vertrag über mehrere Alben, deren erstes 2005 unter dem Titel "Dirty Words" erscheint. Seitdem ist die Band beinahe nonstop auf Tournee gewesen, mal alleine, mal als Support von Graham Coxon, The Killers, Gang Of Four, Placebo und zuletzt mit Hot Hot Heat. Gerade mal sechs Monate nach ihrem Live-Debüt stand das Quintett bereits auf der Bühne des Reading Festivals vor einer begeisterten Menge, die den Text ihrer ersten Hitsingle lautstark mitskandierte.

Erstaunlich ist, dass die jungen Briten sich nicht dem Indie-Hype anschlossen, sondern sich von der Musik eines früheren Jahrzehnts, den 80ern, beeinflussen ließen. "War" von U2, "Meat Is Murder" von The Smiths und "Violator" von Depeche Mode sind ihre Vorbilder. "Unsere Begeisterung für die Musik der frühen 80er war nicht geplant", erläutert Ben Winton. "Es hing einfach in der Luft. Das merkt man auch an der großen Zahl von Bands in Amerika, die alle die gleiche Musik gehört haben wie wir."

Neben der Begeisterung für die 80er bringt jedes Band-Mitglied noch weitere musikalische Einflüsse mit. So mag Ben auch Soul und Funk, Lee hörte sich durch die Motown-Sammlung seines Vaters, Sam studierte ein Jahr Jazztheorie am College und Andy zog sich die Roots-Musik seiner Eltern rein.

Nur David hörte bis zu seinem 16. Lebensjahr keine Musik: "Meine Eltern waren Mitglieder der Jesus Army, einer christlichen Gemeinschaft, die in der Zeit der Hippie-Bewegung gegründet wurde. Familien der Jesus Army halten zusammen und führen ein spartanisches Leben. Ich wuchs in einem Haus mit 15 Personen auf. Wir hatten keinen Fernseher und auch kein Radio und Musik war nur erlaubt, um Gott zu preisen". Mit sechzehn zog er jedoch aus: "Endlich konnte ich Musik hören. Ich spielte wie verrückt Gitarre, schrieb Songs und holte die Popkultur im Schnelldurchlauf nach."

Alben

  • Offizielle Bandwebsite

    Page mit Lyrics, Tagebuch, Forum und News.

    http://www.thedeparture.co.uk
  • Interview

    Kurzes Interview mit den Jungs aus Northhampton.

    http://www.bbc.co.uk/berkshire/music/2004/06/the_departure_interview.shtml

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