Porträt

laut.de-Biographie

The Blakes

Seattle hat ja schon so manche musikalische Größe hervorgebracht. Drei junge engagierte Herren setzen 2008 dazu an, einen ganz "neuen Seattle-Sound" aus dem Boden zu stampfen und so in die Rock-Riege der Stadt hinter Nirvana, Pearl Jam, Foo Fighters, Soundgarden und Alice in Chains aufzurücken - ein durchaus ambitioniertes Vorhaben.

Die Rede ist von den Brüdern Garnet (Gesang, Gitarre) und Snow Keim (Bass) sowie ihrem Kumpel Bob Husak (Schlagzeug), die sich mehr oder minder zufällig in Seattle treffen und 1999 dort eine Band gründen. Man benennt sich in Anlehnung an den britischen Künstler William Blake. An sich stammen die beiden Brüder gar nicht aus Seattle, sondern gelangen über mehrere Umwege (ursprüngliches Ziel ist Kanada) nach dem Umzug von Alaska in die Grunge-Stadt.

Dort treffen sie im Coffee-Shop Tully's auf Kellner Bob, der zuvor Erfahrungen als Bassist in einer Metal-Combo sammelt und kurzerhand als Trommler engagiert wird. Beeinflusst von The Everly Brothers und The Kinks frickeln sie gemeinsam an erstem Material. Auf die Frage, wer sie früher gerne gewesen wären, antworten Garnet, Snow und Bob: Hank Williams, Brian Wilson und Brett Michaels - das heißt: Countrymusik plus Beach Boys plus Poison. Eine krude Mischung, letztendlich sind es aber eher Rock-, Garage- und allerlei Retroklänge, die den Sound der Blakes kennzeichnen.

Ende 2007 steht die erste Single "Two Times" in den US-Läden. Danach arbeitet das Trio eifrig am Debüt, vorher zieht man noch zeitweilig nach L.A. um und tourt zwischendurch mit diversen Bands, etwa mit The Kills, The Brian Jonestown Massacre und The Gossip. Die selbstbetitelte Debüt-LP kommt Ende des Jahres auf den amerikanischen und Mitte 2008 auch auf den deutschen Markt und entlockt niemand geringerem als Iggy Pop folgendes Lob: "Who's this? This shit is good!"

Alben

The Blakes - The Blakes: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2008 The Blakes

Kritik von Martina Kellner

Seattle = Grunge?! Die Blakes zeigen, wie es anders geht. (0 Kommentare)

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