Porträt

laut.de-Biographie

The Besnard Lakes

Zwangsläufig drängt sich bei The Besnard Lakes der Vergleich mit Arcade Fire auf, was hauptsächlich auf die geographische Herkunft und die Bandzusammensetzung zurückzuführen ist: Beide stammen aus Montreal und werden von einem Ehepaar angeführt.

Musikalisch ähneln sich die Bands weniger, da The Besnard Lakes stärker dem Space-Rock verpflichtet sind, Ambient-Elementen einen größeren Raum einräumen und eher kanadischen Bands wie The Dears oder den frühen Broken Social Scene nahe stehen.

Sänger und Gitarrist Jace Lasek und seine Gattin, Sängerin/Bassistin Olga Goreas, gründen The Besnard Lakes 2001. Bevor die Planungen einer Plattenveröffentlichung anstehen, verlassen die anderen Mitglieder aus unterschiedlichsten Gründen die Band. Lasek und Goreas entscheiden sich, das Debüt alleine und alle Instrumente selbst einzuspielen. Gut, dass man mit in Montreal die eigenen Breakglass Studio in der Hinterhand hat.

"Es fiel uns nicht schwer, die Entscheidung zu treffen, das Album aufzunehmen", sagt Olga. "Ja, wir haben unsere Bandmitglieder verloren, aber dennoch lief alles gut. Wir machten einen neuen Anfang. Jace und ich mussten uns als gleichwertige Songschreiber und Partner kennen lernen. Außerdem war es definitiv hilfreich, das wir unser eigenes Studio besitzen. Es ist einfach toll, nicht ständig das Gefühl zu haben, unter zeitlichem Druck zu stehen. Wir konnten tun, was auch immer wir wollten. Wenn ein Song vier übereinander gelagerte Drumparts erforderte, dann bekam er sie." 2003 veröffentlichen die beiden schließlich ihr Debüt "Volume 1", eine gelungene Synthese aus schaurigem Indie- und Prog-Rock, getragen von psychedelischer Atmosphäre.

Nach positiven Kritikerstimmen entschließen sich Lasek und Goreas, wieder eine Band zusammenzustellen und ein weiteres Album einzuspielen. "The Besnard Lakes Are The Dark Horse" (2007) nimmt die Combo erneut im Breakglass Studio auf, in dem auch befreundete Bands wie Wolf Parade, Islands, Sunset Rubdown oder die Stars ihre Platten einspielen - von Lasek produziert.

Die Band vervollständigt sich nun mit Steve Raegele für die dunklen Gitarrensoli, Nicole Lizée, die die Streicher- und Hornparts übernimmt, und Drummer Kevin Laing. Als Gastmusiker fungieren auf George Donoso III von The Dears, Chris Seligman von den Stars, Sophie Trudeau von Godspeed You! Black Emperor und Jonathan Cummins von Bionic/Doughboys. Im Frühsommer 2007 sind die Kanadier auch auf europäischen Bühnen live zu sehen.

2010 schiebt das Paar "The Besnard Lakes Are The Roaring Night" nach - beide Platten werden für den Polaris Music Prize nominiert. Einige Score-Arbeiten später (u.a. wird 2011 die 12" You Lived In The City releaset) bleibt nur noch Drummer Laing im Line-Up übrig. Richard White stößt dazu, bevor 2013 Album nUmmer vier bereit steht: "Until In Excess, Imperceptible UFO".

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