Porträt

laut.de-Biographie

Sublime

Am 4. Juli 1988 findet in einem kleinen Club in Long Beach das erste Konzert von Sublime statt. Die Band, bestehend aus Bradley James Nowell (Gesang, Gitarre), Eric Wilson (Bass) und Floyd "Bud" Gaugh (Schlagzeug) starteten von dort aus, um die Welt mit ihrem Mix aus Ska, Punk und Reggae zu einer einzigen großen Party zu animieren.

Mit einem Winzbudget von 1000 $ nehmen sie ihre erste Platte "40 oz. To Freedom" auf und verkaufen diese aus ihrem Tourbus heraus. Sage und schreibe 30.000 Einheiten gehen so an die Frau und den Mann. Das Trio erfährt einen immensen Popularitätsschub, so dass sie sich monatelang in den Alternative-Charts der Staaten halten können. Dass sie so ziemlich alles sampeln, was ihnen vor die Ohren kommt, bringt ihnen enormen Ärger ein und so müssen sie vieles, was ursprünglich auf der Platte war, wieder runter nehmen, oder für das Copyright bezahlen. Diese Erfahrungen teilen sie sich mit einigen anderen Bands wie zum Beispiel De La Soul. Den Song "Get Out" müssen sie sogar ganz aus der Tracklist streichen.

"Robbin' The Hood", ebenfalls auf ihrem eigenen Label Skunk Records veröffentlicht, entstand in diversen Häusern und Wohnzimmern, je nach dem, wo sich die Band gerade herum treibt. Ein gewisser Brett steht ihnen hilfreich zur Seite und ermöglicht die Fertigstellung der Platte, da er ihnen für einige Zeit das West Beach Studio ohne Entgelt zur Verfügung stellt.

Der Bekanntheitsgrad von Sublime steigt sprunghaft, jedoch verlieren sie nie ihre Einstellung der Musik und der Gesellschaft gegenüber. Man kann sie, was ihre Ansichten betrifft, getrost auf eine Stufe mit den Bad Brains, Rage Against The Machine und den Ramones stellen, also steckt hinter dem Party-Attitüde ein ernster Background. Deutlich wird dies anhand ihres Engagements für die Erforschung der Immunschwäche Aids, als sie zusammen mit Bad Religion das Band Aid III-Festival headlinen. Aber so ernsthaft sie bei manchen Dingen sind, so albern können sie gleichzeitig sein. Auf Tour mit 311 stinkt ihnen, dass die Jungs der Hauptband ziemlich arrogant daherkommen. Zur Strafe löscht Brad alle Programme aus deren Sampler.

Mittlerweile fahren die Majors ihre Krallen aus und MCA fängt sich die vielversprechende Band, doch noch bevor die Scheibe - schlicht Sublime betitelt - heraus kommt, stirbt Sänger und Hauptsongwriter Bradley im Mai 1996 an einer Überdosis Heroin. Ohne ihn war an ein Weiterbestehen von Sublime nicht zu denken und so starb diese Band, wie ihr Sänger, einen tragischen Tod.

Welche Wertschätzung Brad bei seinen Musikerkollegen hat, zeigt, dass diese sich für ein Benefizkonzert zusammenfinden, damit die Schulgebühren für Brads kleinen Sohn Jakob aufgebracht werden können. Unter den Bands befanden sich so illustre Namen wie No Doubt, Pennywise und die Voodoo Glowskulls.

Der Riesenerfolg der Band stellt sich, da Brads Tod wie ein Lauffeuer durch die Presse geht, prompt ein. Platin, Nummer Eins usw, Sublime sind auf einmal in aller Munde. Nur hat dies auch weniger schöne Auswirkungen. Denn wenn man bedenkt, dass nur drei der sieben Platten aus der Sublime-Discographie vor Brads Tod erschienen sind, schwingt bei allen anderen Outputs ein Duft mit, der ganz übel nach Leichenfledderei und Abzocke riecht.

Die übrigen Bandmitglieder Eric und Floyd machen nun unter dem Namen Long Beach Dub Allstars weiter, können jedoch zu keiner Zeit künstlerisch und kommerziell an den Erfolg von Sublime anknüpfen.

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