Porträt

laut.de-Biographie

Something A La Mode

Das Pariser Duo Something A La Mode, kurz SALM, genießt in der französischen Modeszene einen exzellenten Ruf. Nicht nur, dass sie 2009 die Musik zu diversen Chanel-Shows liefern, auch die stimmungsvolle Hintergrunduntermalung sämtlicher Filialen kommt ihnen zu. Für die Kollektion "Paris-Venice" begleitet die Band den Laufsteg sogar live: Haute-Couture zwischen Tradition und Techno.

Something A La Mode, bestehend aus Thomas Roussel (Violine) und Yannick Grandjean (Cello), bewegen ihre Bögen irgendwo zwischen Beethoven, Daft Punk, Strawinski und Laurent Garnier. Das Duo trägt seine Verwurzelung in altehrwürdiger europäischer Musiktradition in die moderne Club-Kultur. Klassische Instrumentierung in Verbindung mit dem Einsatz digitaler Synthesizer. Tiefgehende Melodik mit radikaler Elektronik.

Als besonderer Fan outet sich auch Modezar Karl Lagerfeld: Die Musik von SALM spiegele seine Persönlichkeit wider. Barocke Streicherteile harmonieren fantastisch mit einem Fächer ... Der Unterstützer der ersten Stunde eröffnet deshalb auch gerne den Opener "Rando Parisiano" des Debütalbums mit einer Rede auf Französisch.

Schon 2006 arbeitet Thomas Roussel mit Jeff Mills zusammen, fusioniert Klassik und Electronica und schreibt Partituren, um Mills Tracks für ein Orchester zu adaptieren. Für das Projekt SALM arbeiten die ehemaligen Studenten des Pariser Musikkonservatoriums mit dem Produzenten Arnaud Rebotini zusammen. Er rundet die Vereinigung der Stile ab und ermöglicht eine Veröffentlichung auf Bob Sinclairs Label Yellow.

So bedienen SALM ein breites Publikum, sei es auf der Technoparade in Paris für eine Menge tosender Raver oder aber am Institute Of Contemporary Arts in London für wenige Auserwählte. Betrachtet man die Vergangenheit Roussels und Grandjeans, gestaltet sich die Verbindung als perfekt.

Ihre Teenager-Jahre verbrachten sie damit, sich unter der Woche in der Musikschule mit Noten, Instrumenten und der Einbindung ins Schul-Orchester auseinander zu setzen, während den Wochenenden das Abtanzen zu den Sets elektronischer DJ-Legenden wie Jeff Mills oder Laurent Garnier geschuldet war.

Vor der Gründung ihrer Band tritt Thomas Roussel vor allem durch engagiertes Mitwirken bei zeitgenössischen Kunstprojekten in Erscheinung. Yannick Grandjean hingegen empfängt eine Auszeichnung als Preisträger der National School Of Music.

Nach den Ritterschlägen, von Mills als auch von staatlicher Seite, erscheint die Gründung einer Band mit dem verinnerlichten Können und der nicht ausklingenden Leidenschaft für elektronische Tanzmusik als einzig logische Konsequenz.

Als Something A La Mode bewahren die Pariser das Gleichgewicht zwischen Elementen aus der Klassik und dicken Produktionen electroclashigen Ursprungs. Ihr Soundentwurf aus zum Teil harten Electro mit Pop-Schale, wie ihn MSTRKRFT oder Justice zelebrieren, reiht sich damit irgendwo in der Pariser-Club-Ära um Ed Banger und dergleichen ein. Encore!

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