Porträt

laut.de-Biographie

Satariel

Aus den Überresten von Bands wie Beheaded und Dawn Of Darkness entsteht 1993 im schwedischen Boden eine neue Truppe namens Satariel. Shouter Pär Johansson, Gitarrist Magnus Alakangas und Basser Mikael Degerman legen den Grundstein und beginnen zunächst mit einem Drumcomputer Songs im Stile alter Darkthrone-Scheiben zu komponieren.

Als ihnen die Sache mit dem Drumcomputer aber zu langweilig wird, holen sie sich zum ersten Demo "This Heavens Fall" Drummer Mikael Grankvist dazu. Da der eigentlich Gitarrist ist und die Blastbeats des Black Metals nicht so ganz auf die Reihe bekommt, ändert sich der Sound zwangsläufig ein wenig Richtung Death Metal. Obwohl das Demo nur bedingt was taugt, melden sich Impure Creations Records; allerdings ist der Deal genauso mies wie das Demo und Satariel schlagen aus. Da das mit Mikael an den Drums keine Zukunft hat, setzen sie ihn vor dir Tür und holen sich lieber Andreas Nilzon dazu.

Zwar denkt sich der Rest der Band, dass Mikael ja nun als zweiter Gitarrist weiter machen könnte, doch der hält von der Idee nicht sonderlich viel. Sie nehmen ein zweites Demo auf das deutlich besser klingt, sind von den folgenden Angeboten aber immer noch nicht begeistert und spielen lieber ein paar Gigs mit At The Gates. Der Posten an der zweiten Gitarre ist auch nach wie vor ein Schleudersitz und so recht will die Sache nicht anlaufen. Also muss ein drittes Demo her und schließlich entscheiden sich die Schweden, es mit Pulverized Records zu versuchen. Der Deal ist zwar nicht viel besser als die anderen, aber noch ein Demo wollen sie einfach nicht aufnehmen.

So machen sie sich also an die Arbeiten zu ihrem Debüt-Album, als Drummer Andreas sich aus dem Line-Up verabschiedet. Seinen Platz nimmt Robert Sundelin (Necronomicon) ein und bevor es tatsächlich an die Aufnahmen geht fragen sie nochmal bei Mikael an, ob er sich nicht doch vielleicht die zweite Klampfe greifen mag. Er mag und so beginnen 1997 die Aufnahmen zu "Lady Lust Lilith" mit Produzent Tomas Skoksberg in den Sunlight Studios. Da Pulverized Records aber nicht aus dem Quark kommen, erscheint die Scheibe tatsächlich erst 1998 und auch nach der Veröffentlichung glänzt das Label hauptsächlich durch Unfähigkeit.

Das führt dazu, dass die Jahre 1999 und 2000 relativ ruhig für Satariel verlaufen und sich zumindest Robert vertreibt sich die Zeit bei Deathbound. Pär hat irgendwann die Schnauze voll und löst den Deal mit Pulverized Records auf und schreibt mit Magnus im Winter 2000 ein paar neue Songs, die sie an diverse Labels schicken. Kaum sind die Demos verschickt, melden sich auch schon Hammerheart Records und nehmen die Band unter Vertrag. Mit Produzent Daniel Bergstrand (Meshuggah/Strapping Young Lad) geht es in Uppsala ins Studio, um dort das zweite Album "Phobos & Deimos" (die Namen der beiden Mars-Monde) aufzunehmen.

Als Gastsänger haben sie sich die Dienste von Messiah Marcolin (Ex-Candlemass/Memento Mori) gesichert und stilistisch sind sie inzwischen im melodischen Death Metal angekommen. Die Scheibe erscheint im Februar 2002 und neben diversen Einzelgigs folgt Anfang des nächsten Jahres auch endlich mal eine anständige Tour mit Impious und Necrophobic durch Europa. Im selben Jahr steigen Pär und Basser Mikael noch bei Torchbearer ein, basteln aber auch parallel dazu an eigenem Material. Allerdings trennen sich die Wege von Satariel und Hammerheart Records schon wieder.

Dafür kommen sie recht schnell beim griechischen Black Lotus-Label unter und machen sich 2004 an die Arbeiten zu "Hydra". Einmal mehr haben sie die Dienste von Daniel Bergstrand in Anspruch genommen, aber auch die von Örjan Örnkloo (Ex-Misery Loves Co.) und lassen sich insgesamt sechs Monate Zeit dafür. Als alles fertig ist, melden Black Lotus an, dass sie bankrott sind und es Satariel frei steht, sich ein anderes Label zu suchen. Die kommen bei Cold Records/Regain Records unter und im Juni 2005 erscheint endlich "Hydra". In den Staaten dauert es allerdings noch bis ins Frühjahr 2006, ehe die Scheibe auch dort zu haben ist.

Was auch immer sie dazu bewegt haben mag, auf jeden Fall unterschreiben sie im Februar 2006 wieder bei Pulverized Records, allerdings nur für eine EP. Das Teil ist im Mai des folgenden Jahres fertig und erscheint im September. Wenig später gibt allerdings Gitarrist Mikael bekannt, dass er keinen Bock mehr auf die Band hat und deswegen aussteigt. Seinen Ersatzmann geben Satariel schon im folgenden Monat bekannt, denn sie haben sich mit Simon Johansson (Steel Attack/Memory Garden) verstärkt, der auch schon auf "Hydra" ein paar Soli gespielt hat.

Ende des Jahres sind die Aufnahmen zum nächsten Album "White Ink" soweit im Kasten, und mit einer Veröffentlichung über Regain Records darf noch im Frühling 2008 gerechnet werden.

Alben

  • Satariel

    Offizielle Homepage.

    http://www.satariel.com
  • Satariel@MySpace

    Haunt my demon, it's MySpace.

    http://www.myspace.com/satariel

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