Porträt

laut.de-Biographie

Petra Jean Phillipson

Musik war schon immer Petra Jean Phillipsons große Liebe. Bereits im zarten Alter von acht Jahren gründete sie ihre erste Band und fing sofort das Feuer, das sie später noch in unzähligen Combos treiben sollte.

Aufgewachsen im Städtchen Ashford, steht die junge Petra Jean in ihren Teenager-Zeiten noch auf Hip Hop und hält KRS-One für den größten Künstler überhaupt. Mit wachsendem Alter und dem Ortswechsel zum Kunststudium nach Bath beginnt sie damit, sich nach Breaks und Beats umzuschauen und vertreibt sich die Zeit als Sängerin und Gitarristin in einigen Girls-Only Punk-Funk-Bands.

Nach dem Studium zieht Petra Jean nach London und leiht dort Künstlern wie Martina Topley-Bird, der Beta Band, dem Mad Professor, oder Soft Cells Marc Almond ihre Stimme. Mit diesen kleinen Engagements hält sie sich mehr schlecht als recht über Wasser, bevor sie kurz nach der Jahrtausendwende endlich einigen Erfolg als Sängerin der Psychadelic-Funk-Punk-Band The Free Association verbuchen kann. Kopf der Band war Phillipsons langjähriger Freund David Holmes, der sich hauptsächlich als Filmmusiker betätigt (u.a. "Ocean’s Twelve" oder "Code 46").

Nach einigem Starrummel sowie Auftritten in TV-Shows und auf dem legendären Glastonbury-Festival zieht sich Petra Jean in einer Tour-Pause der Free Association in die südenglische Grafschaft Devon zurück. In der ländlichen Abgeschiedenheit arbeitet sie mit den Produzenten Rob Ellis (PJ Harvey, Laika) und Head an ihrem Solo-Debüt. Seit Jahren bastelt sie bereits an diesem Plan und hat inzwischen eine eindrucksvolle Song-Sammlung aufgebaut. Doch in Devon läuft kaum etwas nach ihren Vorstellungen. Unzufrieden mit ihrer Arbeit bricht sie die Aufnahmen ab und geht zurück nach London.

Bei einem erneuten Versuch mit dem Ex-The Verve-Gitarristen Simon Tong in den Londoner Mayfair Studios klappt es besser: "Notes On Love" entsteht. Das düstere und mysteriöse Album erinnert nicht nur einmal an eine Sängerin mit den gleichen Initialen. Wie PJ Harvey versteht es Petra Jean Phillipson tragisch schöne Song zu schreiben, die immer zwischen verzweifelter Melancholie und bittersüßer Wut pendeln. Besonders sticht das großartige Nick Cave-Cover von "In My Arms" heraus.

Von diesem besonderen Debüt lässt sich kein Geringerer als der in London lebende deutsche Super-Popstar Herbert Grönemeyer überzeugen. Er nimmt Petra Jean für sein Grönland-Label unter Vertrag und veröffentlicht das Album – leider ohne viel Lärm und Medienwirbel - im September 2005.

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