Porträt

laut.de-Biographie

Nothnegal

Wenn man sich als Europäer auf die Malediven verkrümelt, macht man das in aller Regel, weil man sich für ein paar Tage dem traumhaften Klima im Indischen Ozean hingeben und vielleicht ein wenig an den Riffs durch die Gegend tauchen will. Dass man dort mittlerweile auch über einheimische Death Metal-Bands stolpern kann, dürfte derweil den Wenigsten bewusst sein.

Anscheinend haben Shouter Avo, die beiden Gitarristen Hilarl und Fufu und Basser Battery die Schnauze voll von weißen Sandstränden und dem ganzen Sonnenschein – oder vielleicht auch nur von nervenden Touristen – denn musikalisch geht es in ihren Songs eher düster und aggressiv zu. Hilarl und Fufu gründen die Band bereits 2006 auf Malé, der Hauptinsel der Malediven, nachdem sie zuvor ihre Band Mortuary zu Grabe getragen haben.

Da es auf den Inseln anscheinen an fähigen Drummern mangelt, bleiben die Drumspuren auf ihrer in Eigenregie veröffentlichten EP "Antidote Of Realism" zunächst programmiert. In Sachen Produktion scheuen sie aber keine Kosten und lassen Anssi Kippo (Children Of Bodom, Norther) an die Sache ran. Dieser Schachzug ermöglicht es ihnen, zusammen mit Finntroll und Rotting Christ 2010 ein paar Gigs auf deren Europatour zu spielen.

Mittlerweile haben sie sich für solche Aktivitäten die Hilfe von Drummer Kevin Talley gesichert, der bereits bei Bands wie Daath, Chimaira, Dying Fetus oder Misery Index hinter der Schießbude saß. An die Tasten holen sie sich Marco Sneck (Poisonblack, Kalmah), der wohl auch schon immer mal gern auf die Malediven wollte. Auf der Tour machen sie Season Of Mist auf sich aufmerksam, die ihnen schließlich einen Deal anbieten und Ende Januar 2012 "Decadence" veröffentlichen.

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