Porträt

laut.de-Biographie

Nicolas Jaar

Die Initialzündung für den Musiker und Produzenten Nicolas Jaar ist das Ricardo Villalobos Album "Thé Au Harem D'Archimède". Er bekommt dieses Album zusammen mit Luomos "Vocalcity" von seinem Vater zu Weihnachten geschenkt. Der verknüpft damit die Hoffnung, dass sich der Sohn davon inspirieren lassen und es den bekannten Produzenten gleichtun möge. Als die Software-Spielereien bei Nicolas Jaar eine zielgerichtetere Form annehmen und Tracks entstehen, trägt das Geschenk des Vaters erste Früchte.

Nicolas Jaar - Space Is Only Noise Aktuelles Album
Nicolas Jaar Space Is Only Noise
Eine Lehrstunde der Entschleunigung.

Sein erstes Release "The Student" erscheint 2008 in digitaler Form beim Brooklyner Label Wolf + Lamb. Dort spezialisiert man sich seit 2006 auf die Veröffentlichung von Newcomern. Ebenfalls bei Wolf & Lamb beheimatet sind die beiden Produzenten Seth Troxler und Deniz Kurtel, die zu den Repräsentanten einer neuen Generation amerikanischer House- und Techno-Künstler gehören. Sowohl Jaar und Kurtel schaffen nach ihren ersten Veröffentlichungen bei Wolf + Lamb den Sprung über den Atlantik zu bekannten europäischen Labels.

Deniz Kurtel stößt beim Briten Damian Lazarus auf offene Ohren und gibt auf dessen Label Crosstown Rebels 2011ihr Albumdebüt. Zur gleichen Zeit kommt auch Nicolas Jaars erstes Album "Space Is Only Noise" in die Plattenläden. Der abwechslungsreiche Erstling erscheint beim französischen Label Circus Company, wo wenige Monate davor bereits die hoch gelobten Albumreleases von Guillaume & The Coutu Dumonts ("Breaking The Fourth Wall") und Dop ("Greatest Hits") für reichlich Aufmerksamkeit sorgen.

Mit Nicolas Jaars "Space Is Only Noise" untermauert das Label seinen Anspruch, elektronische Musik zu veröffentlichen, die sich neue Gebiete jenseits der Tanzfläche erschließt. Für den Produzenten Nicolas Jaar ist ein derartiger Anspruch an seine Musik eine Selbstverständlichkeit, schließlich sagt er, dass "Thé Au Harem D'Archimède" noch immer das wichtigste Technoalbum für ihn darstellt.

Alben

Surftipps

  • Nicolas Jaar

    Ton, Bild und Text.

    http://www.nicolasjaar.net/

1 Kommentar mit 2 Antworten

  • Vor 4 Monaten

    Sirens ist ein sehr gutes Album geworden, hat mMn zu Unrecht ledier nicht mehr die Beachtung des Erstlings gefunden, auch hier. Mehr Tempo, Eigenständigkeit aber unbedingt beibehalten. Übrigens.

    • Vor 4 Monaten

      Kubi, allah, ich grüße dich! Hast außerdem recht.

      Reiht sich in meiner Wahrnehmung wunderbar homogen zwischen bspw. ne Best Of von Kadebostan und dem "Get Lost"-Mix von Acid Pauli.
      Besonders geeignet übrigens, um im Schwimmbad gemütlich die letzten 10-20 Bahnen zu ziehen o.ä.

    • Vor 4 Monaten

      Da zeigt sich mal wieder, dass ich im erweiterten elektronischen Bereich nur gelegentlicher Zaungast bin - von Kadebostan hör ich gerade zum ersten mal was. Finds cool, hätte es nach ersten Eindrücken aber nicht unbedingt zu Sirens sortiert, weil schon näher an "klassischer" Spuren-Ein/Ausspieler-auf-Grundtempo-Struktur (oder wie man das eben in Schlau nennen würde).

      Könnte mir drum auch eher vorstellen, dazu meine Bahnen (bei mir wärs im Park) zu ziehen als etwa zu "The Governor" oder "Three Sides Of Nazareth". Obwohl, Intervalltraining soll ja eigentlich gerade gut sein, vll. sollt ichs mal ausprobieren ;)