laut.de-Biografie
Luke Hess
Gemeinsam mit Omar-S, Seth Troxler, Ryan Crosson steht Luke Hess Ende der 00er Jahre für eine neue Generation von Techno-Produzenten, die ihren Ursprung in Detroit haben. Damit bilden sie eine dritte Welle von Musikern, die das musikalische Erbe der Stadt von Kevin Saunderson, Derrick May, Juan Atkins und Anthony Shakir in den 80er Jahren, Carl Craig, Jeff Mills, Robert Hood und Underground Resistance in der Dekade danach, fortführt. Luke Hess gibt dem Sound of Detroit mit seinen Releases eine deepe und dubbige Prägung.
Seine erste Maxi erscheint 2007 auf dem kleinen Detroiter Label Berettamusic Grey, kurz nachdem dort mit Seth Troxler ein weiterer hoffnungsvoller Newcomer sein Debüt gegeben hat. Mit seinen Produktionen setzt sich Luke Hess deutlich von der harten Schule seiner Jugend ab. 1980 geboren, öffnen Mitte der 90er Jahre die ersten illegalen Technoparties ihre Tore für Hess. Zu dieser Zeit stehen dort häufig Jeff Mills und Robert Hood an den Plattenspielern, die mit ihrem in Loops organisierten Sound eine neue Härte vorgeben.
Insbesondere Hood zählt Hess zu seinen wichtigsten Einflüssen. "Wenn man nur die angesagten Tracks spielt, unterscheidet man sich nicht von allen anderen. Jeder kann das. Stattdessen sollte man etwas Neues versuchen, kreativ sein. Rob Hood hat mich als DJ inspiriert. Er hat eine langen monotonen Track aufgelegt, dann einen neue Platte reingemixt und ist dann wieder in die Ausgangsplatte zurückgegangen. Dann hat er wieder einen langen Track aufgelegt und so weiter gemacht", sagt er in einem Interview.
Mit Loops beschäftigt sich Hess auch in seinen Tracks, angereichert mit dubbigen Soundeffekten und einer experimentellen Lust am Produzieren. Schnell reicht sein Ruf über die kleine Undergroundszene von Detroit hinaus. Marcel Dettmann verwendet einen Track von Hess für seine "Berghain 02"-Compilation. Das schwedische Label Kontra-Musik veröffentlich genauso Tracks des Amerikaners wie der dänische Imprint Echocord.
Dort erscheint 2009 auch der erste Longplayer mit dem Titel "Light In The Dark". Tradition und Moderne von Detroit haben hier einen harmonischen Auftritt.