Porträt

laut.de-Biographie

Lita Ford

Carmelita Rossanna Ford kommt am 19. September 1958 in London als Tochter italienischer Immigranten zur Welt. Allerdings hält es die Familie in England nicht lange und schon im Kleinkindalter geht es weiter nach Amerika.

Im Alter von elf Jahren hält Lita zum ersten Mal eine Gitarre in ihren Händen. Als sie mit 13 ein Konzert von Black Sabbath sieht, ist es um sie geschehen. Ihre erste, selbstverdiente Kohle steckt sie in eine Gibson SG und fängt an, sämtliche Songs von Black Sabbath und Deep Purple zu lernen. Als der Hollywood Rock-Guru Kim Fowley die Idee hat, eine Rockband nur mit gutaussehenden Mädels auf die langen Beine zu stellen, stolpert er auch über die damals 16-jährige Lita, die zu der Zeit in einer anderen Band Bass spielt.

Er bittet sie, doch als Bassistin bei The Runaways vorzuspielen, doch als er sieht, was sie an der Gitarre drauf hat, bekommt sie den Job an der Leadgitarre. Da Fowley menschlich aber ein Arschloch ist, steigt Lita schon nach drei Tagen wieder aus. Allerdings bitten sie die anderen Bandmitglieder, doch wieder zurück zu kommen. Lita besinnt sich ein wenig und sorgt schließlich dafür, dass ein gutes Stück Metal bei The Runaways mit einfließt.

The Runaways sollen im späteren Verlauf als wahre Brutstätte einiger erfolgreicher Bands in die Geschichte eingehen. So gehen aus ehemaligen Mitglieder u.a. die Bangles, Joan Jett And The Blackhearts und natürlich Lita Ford hervor. The Runaways lösen sich Anfang der 80er auf, da Lita zunächst mit Drummerin Sandy West eine neue Band gründet, was aber scheitert. Lita nimmt daraufhin erst einmal Gesangsstunden und arbeitet in einem Beauty Salon. Doch schon bald juckt es sie wieder in den Finger und sie greift zur Gitarre.

Zusammen mit dem kanadischen Gitarristen Neil Merryweather (der das Debüt produziert und auch den Bass einspielt) und Drummer Dusty Watson nimmt sie 1983 "Out For Blood" auf. Cover und vor allem auch Titel wie "Ready, Willing And Able" oder "Any Way That You Want Me" entsprechen voll dem typischen Metalbraut-Klischee. Die Musik und ihre Fähigkeiten als Gitarristin, sind aber über jeden Zweifel erhaben. Neil und Dusty müssen bald für jüngere Musiker Platz machen, die auf der Bühne ein wenig kerniger aussehen. So steht am Bass bald Randy Rand und hinter den Drums sitzt Randy Castillo. In dieser Besetzung eröffnet Ford für Rainbow und Black Sabbath.

Für das nachfolgende Album zupft Hugh McDonald, der zehn Jahr später bei Bon Jovi auftauchen soll. Castillo kloppt zwar noch "Dancing On The Edge" ein, macht aber auf kleineren Umwegen den Abgang in Richtung Ozzy Osbourne. Lita nimmt mit Drummer Eric Singer (später KISS) und Basser Gordon Copley ein drittes Album für PolyGram auf, das eigentlich unter dem Titel "The Bride Wore Black" erscheinen soll, doch die Scheibe kommt nie raus. Folglich trennt sich Frau vom Label und sucht sich ein Neues. Zu der Zeit ist sie mit Tony Iommi zusammen, hatte aber auch schon was mit Nikki Sixx von Mötley Crüe.

Für ihr nächstes, vier Jahre später erscheinendes Album "Lita", nimmt Sharon Osbourne sie unter ihre Fittiche und stellt ihr eine ganze Armada an Studiomusikern und Produzenten zur Seite. Sowohl Ozzy himself, als auch Motörheads Lemmy leisten weitere Schützenhilfe. Verheiratet ist die Dame schon seit 1986 mit W.A.S.P.-Gitarrist Chris Holmes, dem sie aber '92 bereits wieder den Laufpass gibt. Drummer Myron Grombacher und Keyboarder David Ezrin (die beide schon auf "Lita" zu hören waren) spielen 1990 "Stiletto" ein, sind aber live nie mit von der Partie.

Ihre Hintermannschaft hat sich auf "Dangerous Curves" im folgenden Jahr schon wieder komplett verändert. Endlich geht sie wieder ein gutes Stück härter zur Sache, was durchaus auch am anhaltenden Ehekrach liegen mag, der in den Schlagzeilen sehr breit getreten wird. Der hat sich ja kurz darauf erledigt und Lita gibt '93 ihr Debüt als Schauspielerin (sie spielt sich selbst) in der Sitcom 'Herman's Head'. Außerdem erscheint noch ein Comic über sie, in dem sie mit ein paar anderen Musikern gegen das Böse in Form von Tipper Gore und P.M.R.C. kämpft.

Der Ausflug in die härteren Gefilde ist leider nicht von Dauer, legt Lita nach eine Best-Of-Scheibe 1994 doch das eher grungige "Black" vor. Dafür scheint sie privat ihr Glück gefunden zu haben, denn sie heiratet den ehemaligen Nitro-Frontmann Jim Gillette, mit dem sie '97 auch Nachwuchs produziert. Zwischendrin läuft musikalisch nicht allzu viel, auch wenn sich hartnäckig Gerüchte um eine The Runaways-Reunion halten, die Lita aber nachträglich dementiert.

Zwar erscheinen in den nächsten Jahren diverse, weitere Alben (alles Best-Of-Scheiben), wirklich produktiv ist die Gitarristin allerdings nur als Mutter, denn 2001 kommt ihr zweiter Sohn zur Welt. 2004 steht sie einmal mehr neben Glenn Hughes und Kevin Dubrow auf der Bühne, hält sich sonst aber aus dem Rampenlicht heraus. 2006 trägt sie einen Teil zum nicht sonderlich bemerkenswerten Twisted Sister-Album "A Twisted Christmas" bei.

2009 sieht man die Dame aber bei mehreren Festival-Auftritten wie dem Bang Your Head, die aber nicht alle übermäßig glorreich ausfallen. Dennoch läuft die Promo für ihr Album "Wicked Wonderland" an, auf dem auch ihr Mann Jim des Öfteren zu hören ist. Von jenem lässt sie sich aber zwei Jahre schon wieder scheiden, veröffentlicht stattdessen lieber das nächste Album "Living Like A Runaway" und denkt in Interviews laut über eine Reunion der Runaways nach.

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Lita Ford auf dem BYH 2009 Nach 14 Jahren Pause wieder da.

Nach 14 Jahren Pause wieder da., Lita Ford auf dem BYH 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach 14 Jahren Pause wieder da., Lita Ford auf dem BYH 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach 14 Jahren Pause wieder da., Lita Ford auf dem BYH 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach 14 Jahren Pause wieder da., Lita Ford auf dem BYH 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach 14 Jahren Pause wieder da., Lita Ford auf dem BYH 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach 14 Jahren Pause wieder da., Lita Ford auf dem BYH 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach 14 Jahren Pause wieder da., Lita Ford auf dem BYH 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach 14 Jahren Pause wieder da., Lita Ford auf dem BYH 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach 14 Jahren Pause wieder da., Lita Ford auf dem BYH 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach 14 Jahren Pause wieder da., Lita Ford auf dem BYH 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach 14 Jahren Pause wieder da., Lita Ford auf dem BYH 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach 14 Jahren Pause wieder da., Lita Ford auf dem BYH 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach 14 Jahren Pause wieder da., Lita Ford auf dem BYH 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach 14 Jahren Pause wieder da., Lita Ford auf dem BYH 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach 14 Jahren Pause wieder da., Lita Ford auf dem BYH 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach 14 Jahren Pause wieder da., Lita Ford auf dem BYH 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach 14 Jahren Pause wieder da., Lita Ford auf dem BYH 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach 14 Jahren Pause wieder da., Lita Ford auf dem BYH 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach 14 Jahren Pause wieder da., Lita Ford auf dem BYH 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach 14 Jahren Pause wieder da., Lita Ford auf dem BYH 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach 14 Jahren Pause wieder da., Lita Ford auf dem BYH 2009 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele)

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