Porträt

laut.de-Biographie

Leroy

1983 hat Leroy Gitarrenunterricht genommen. Da war er gerade mal zehn Jahre. Seinem Lehrer hat er seine ersten selbst geschriebenen Stücke vorgespielt. Schon nach einer Woche stellt der kleine Leroy, seinem sichtlich verblüfften Lehrer, vier eigene Kompositionen vor. Der sagt einfach nur: "Mann, der ist echt ausgeflippt." Springt wie von einer Tarantel gestochen auf und ruft den Vater des talentierten Jungen an. Der Gitarrenlehrer ist so überwältigt und sagt ihm, dass die Eltern Leroy niemals die Musik verbieten dürfen.

Leroy - Leroy Aktuelles Album
Leroy Leroy
Lenny, Elton und Bon - eine ganz schlimme Mischung.

Das hat wohl niemand getan bzw. hätte man dem heute 28-Jährigen dies auch niemals androhen können. Musik ist sein Leben und immer wieder schafft es der junge Komponist, sein Publikum zu überzeugen und zu überraschen.
Außergewöhnliche Melodien und der leidenschaftliche Gesang sind die makanten Merkmale seines Schaffens.

In Washington ist Leroy geboren und Musiker, wie Buddy Miles, Jimi Hendrix oder Elton John hört er schon als kleiner Bengel rauf und runter. Seine musikalische Ader verdankt er wohl auch seinen Eltern. Die schleppen ihn schon als Kind auf diverse Konzerte. Kiss ist wohl einer der Höhepunkte. Die Ziele die der Vater nicht erreichen konnte, wünscht er sich jetzt für seinen Sohn und unterstützt ihn, wo er nur kann. Auch der Umzug nach L.A. wird durch den Beistand des Vaters um einiges erleichtert. Leroy wird ihm dafür immer dankbar sein.

Seinem Gitarrenspiel bleibt Leroy treu. Auch wenn der Mann fast jedes andere Instrument beherrscht. Auf den damaligen Konzertbesuchen haben Gitarristen immer die meisten Mädchen abbekommen. Doch natürlich lernt auch der junge Amerikaner die harte Seite des Musik-Business kennen. Anfang der 90er geht er nach Tinseltown. Mit der naiven Vorraussicht es sehr schnell nach oben zu schaffen. Doch zunächst hält er sich mit 12-Stunden-Jobs, als Kabelverleger oder Tankstellenwart, finanziell über Wasser. Abends spielt er für noch weniger Geld in kleineren Bars.

1999 dann endlich der Vertrag bei Hollywood-Records. Die Mühe hat sich also doch gelohnt. Mit seinem Debut "Leroy", im September 2001 erschienen, gelingt ihm sein kleiner Durchbruch. Schon vor der Veröffentlichung stehen einige Film -und Werbeproduktionen vor seiner Tür und wollen fünf Songs seines selbstbenannten Albums für ihre Zwecke verwenden. So hört man zum Beispiel "Good Time" in der neuen ABC Sitcome "The Job" von Denis Leary oder sein Song "Make It Hot" läuft in Filmen, wie "Chain Of Fools". Ein Warner Bros-Film mit Salma Hayek in der Hauptrolle und im 20th Century Fox-Movie "Joy Ride". Seine Mischung aus Rock, Blues und Country scheint also bei einigen Medienleuten anzukommen. Leroy freut sich und sagt bescheiden: "Das Album vermittelt ein individuelles, frisches Gefühl, das die Menschen anspricht."

Neben Leroy selbst ist Rob Cavallo der Produzent des Albums. Dieser ist auch für Alanis Morissette und Green Day verantwortlich. Und für das Abmischen hat Jack Joseph Puig (No Doubt, Goo Goo Dolls) seine Finger im Spiel.

Talentiert ist der junge Amerikaner auf alle Fälle. Immerhin hat er fast alle Instrumente auf seinem Debut selbst eingespielt. Dennoch gibt es immer wieder theoretische und praktische Unterstützung seiner Freunde. Bei einigen Songs wird ihm die Gitarre dann doch ein wenig zu langweilig und er beschäftigt sich näher mit Synthesizern und Samplern. Dies macht sich zum Beispiel bei "Error Of My Ways" bemerkbar. Hier sampelt er das High School Orchester seines Vaters aus dem Jahre 1953. Dieser ist sofort begeistert und überlegt sich, ob er seine Jungs von damals nicht anruft und sie zu einem Revival überredet.

"Wenn man etwas erreichen möchte, dann sollte man auch alles daran setzen, sein Ding durchzuziehen. Selbst wenn es ein ganzes Leben lang dauert, weiß man am Ende, dass man immer nur das gemacht hat, was das Herz einem gesagt hat. (...) Es gibt für mich nichts besseres, als die Musik."

Alben

Leroy - Leroy: Album-Cover
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  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2001 Leroy

Kritik von Jasmin Lütz

Lenny, Elton und Bon - eine ganz schlimme Mischung. (0 Kommentare)

  • Labelseite

    Genügend Informationen. Hübsche Bildchen!

    http://www.leroyfan.com

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