Porträt

laut.de-Biographie

Leila

Wer sich Björk und Aphex Twin im engsten Freundeskreis hält, zahlt nicht in den Bausparvertrag ein. Da wird auf Risiko gegangen, ausprobiert und mutig herumexperimentiert.

Die im Iran geborene und in London aufgewachsene Leila ist eine der ganz wenigen Frauen im Feld der avantgardistischen Elektronik. Ihre Kreationen besitzen eine enorme Dichte und Dramaturgie, was eine konkrete Einordnung fast vollkommen verunmöglicht. Leila kombiniert futuristische IDM mit sphärischen Arabesken, verzerrten Avant-TripHop und traumhafte Arie, Synth-Noisescapes und orientalische Exotica.

Schon früh bringt sie sich selbst das Klavierspielen bei, legt an ihrer Universität auf und lernt Björk kennen. Die Isländerin engagiert Leila als Live-Mixerin. Nach diversen Tourneen kehrt die Britin nach Hause zurück.

Dort entwirft sie eigene, vom Spieltrieb befeuerte Stücke, die letztlich auf Aphex Twins Label Rephlex veröffentlicht werden. Spätere Alben inkooperieren Tricky-Sängerin Martina Topley-Bird, Terry Hall (The Specials, Fun Boy Three) oder Andy Cox (The Beat, Fine Young Cannibals) und erscheinen bei XL Recordings bzw. Warp Records.

Dann trifft Leila das Schicksal doppelt hart: Ihre Eltern sterben in kurzer Abfolge an Krankheit. Der Kontrollverlust nimmt ihr die Lust an der Musik. Erst nach einem mehrjährigen Break entdeckt sie die Liebe zum Noise wieder und tourt mit Massive Attack.

Alben

Leila - U&I: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2012 U&I

Kritik von Matthias Manthe

Leidet schwer an Praecox-Symptomen. (0 Kommentare)

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