Porträt

laut.de-Biographie

L.A. Guns

Der ehemalige Pyrus Gitarrist Tracii Guns gründet die L.A. Guns 1983 zusammen mit einem Kerl namens William Bailey (der sich später Axl Rose nennt), Drummer Rob Gardner und dem Bassisten Ole Beich. Diese Line-Up hält allerdings nur ein paar Monate, der gute William legt den Willi ab um sich nur noch Axl nennen zu lassen und gründet lieber die Hollywood Roses.

Nachdem die L.A. Guns mit Michael Jagosz am Mikro ein paar Demos aufnehmen, ist es mit der Band eigentlich schon wieder vorbei, denn Tracii und Blake legen mit Axl zusammen den Grundstein für Guns N'Roses. Traciis Gastspiel dort dauert aber nicht lange, denn ein Kerl namens Slash klaut ihm den Posten. So sucht sich Guns einfach mit dem ehemaligen Dogs D'Amour-Klampfer Robert Stoddard, Basser Mick Cripps, Drummer Nickey 'Beat' Alexander und Sänger Paul 'Mars' Black eine neue Band zusammen. Cripps und Black kennen sich schon von Faster Pussycat.

Mit diesem Line-Up machen sie sich in den Clubs von L.A. schnell einen Namen. Auch die Labels werfen ein Auge auf die Band, doch als sie schließlich einen Deal einsacken, packt zunächst Stoddard seine Koffer. Im März '87 folgt ihm Black und auch Drummer Beat ist bald weg vom Fenster. So steigt Mick vom Bass auf die Gitarre um, Kelly Nichols (Ex-Faster Pussycat/Virgin Steele) greift sich den Bass, die Drums bearbeitet Steve Riley (Ex-W.A.S.P./Steppenwolf). Das Mikro übernimmt ein Kerl namens Phil Lewis.

Diese Jungs sind alle auf dem gleichnamigen Debüt zu hören und fabrizieren dort mehr oder minder originellen Glam Rock, bzw. Sleaze Metal, im Stile ihrer Kollegen von Guns N'Roses und Mötley Crüe. Schon das Debüt steigt in die Top 50 der Billboard-Charst ein. Mit ihrer zweiten Scheibe "Cocked & Loaded" starten sie so richtig durch. Die beiden Cheap Trick-Mucker Robin Zander und Rick Nielsen geben einen Gastauftritt; das Album verkauft sich alleine in den USA über eine Millionen Mal.

Da sich an die Veröffentlichung exzessives Touren anschließt, dauert es zunächst ein wenig, ehe das neue Album erscheint. Da sie auch ihren optischen Stil ein wenig in Richtung Gothic verändern, lautet der Titel des dritten Werks "Hollywood Vampires". Zusammen mit Skid Row gehen sie auf Tour und schneiden dort auch das Material für das im folgenden Jahr erscheinende erste Live-Album "Live Vampires" mit. Doch nach der "Cuts"-EP mit hauptsächlich Coverversionen, geht der Trouble los. Nachdem die anderen Jungs Tracii feuern, löst sich die Band kurz darauf einmal mehr auf.

Guns gründet zunächst Killing Machine, rauft sich jedoch schließlich wieder mit den anderen Jungs zusammen, um '95 "Vicious Circle" zu veröffentlichen. Phil, Mick und Kelly kratzen aber bald wieder die Kurve und Tracii steht mit Drummer Steve und dem zweiten Klampfer Johnny Crypt da. Johnny holt also seinen alten Boneyard-Kumpel Chris Van Dahl als Sänger dazu und sattelt auf den Bass um, damit sie "American Hardcore" eintüten können. Diese Besetzung hält aber gerade einmal bis 1997, dann macht sich Johnny schon wieder vom Acker und Ralph Saenz übernimmt für die EP "Wasted" und eine kleine Tour das Mikro.

1999 sieht man die L.A. Guns erneut auf Tour, allerdings hat inzwischen der ehemalige Love/Hate-Fronter Jizzy Pearl den Gesangsjob übernommen. Mit ihm zusammen nehmen sie im selben Jahr das "Shrinking Violet"-Album auf. So schnell, wie die Besetzung am Bass wechselt, kann man kaum schauen. Im August des Jahres liest sich die Besetzungsliste schon wieder folgendermaßen: Phil Lewis (Vocals), Tracii Guns (Gitarre), Johnny Crypt (Gitarre), Kelly Nickels (Bass) und Steve Riley (Drums).

Dieses Line-Up spielt das zweite Album der Band neu ein und veröffentlicht es unter dem Titel "Re-Cocked & Loaded". Nickels und Crypt machen sich im April 2000 auf und davon, nachdem L.A. Guns mit Ratt auf Tour waren. Ersatz findet sich in Form von Basser Brent Muscat und Gitarrist Muddy (Burning Tree), doch natürlich stehen auch bei Tracii wieder 1000 andere Sachen gleichzeitig an. Kurzfristig ist er mal bei Poison aktiv und gründet mit dem Ex-Gunners Gilby Clark und Stray Cats-Drummer Slim Jim Phantom die Band Starfuckers.

Die eigene Band kommt dabei aber auch nicht zu kurz, denn 2001 zeigen sie sich mit "Man In The Moon" in recht guter Form. Allerdings wieder nur als Quartett und mit Muddy am Bass. Auf Tour geht es anschließend mit den Kumpels von Faster Pussycat und The Bulletboys. Im Dezember steht mit Adam Hamilton schon wieder ein neuer Mann am Viersaiter, was die L.A. Guns nicht daran hindert, "Waking The Dead" aufzunehmen. On the road sind sie zusammen mit Ratt, Warrant, Firehouse und Dokken. An der Rhythmusklampfe steht derweil Keff Ratcliffe.

Zusammen mit Nikki Six von Mötley Crüe startet Tracii ein weiteres Projekt namens Brides Of Destruction, auf das Phil Lewis aber nicht sonderlich euphorisch reagiert. Anscheinend hat sich Tracii nebenher noch bei Poison und den Red Hot Chili Peppers als Gitarrist beworben, was dem Sänger übel aufstößt. Tracii fliegt schließlich erneut aus der Band und die macht zunächst mit Chris Holmes (Animal/Ex-W.A.S.P.) weiter, der aber auch nicht lange dabei bleibt.

Seitdem gibt es sozusagen zwei L.A. Guns. Eine Version wird dabei von Phil Lewis weiter angetrieben, die anderen natürlich von Gitarrist Tracii Guns. Lewis und seine Jungs sind aber die Einzigen, welch die folgenden Jahre weiterhin Alben veröffentlichen. Wann und ob sich die Tracii Guns-Formation überhaupt wieder mit einem Album zurück meldet, ist weiterhin unklar.

Alben

  • L.A. Guns

    Offizielle Pistolen-Seite.

    http://www.laguns.net/
  • L.A. Guns@MySpace

    Load my gun, it's MySpace.

    http://www.myspace.com/lagunsnet

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