Porträt

laut.de-Biographie

Virgin Steele

Der Name Virgin Steele wird heute in erster Linie (und auch völlig zu Recht) mit dem Namen David DeFeis in Verbindung gebracht. Die Idee zum Namen stammt von ihm, jedoch steht vor Virgin Steele noch Phoenix, eine Band, in der David zusammen mit Basser Joe O'Reilly spielt. Als David 1981 auf eine Anzeige antwortet, kommt er in Kontakt mit Gitarrist Jack Starr und Drummer Joey Ayvazian. David, der mit acht Jahren schon eine klassische Klavierausbildung beginnt, mit elf in seiner ersten Metal-Band spielt und des nächtens mit Chopins "E Minor Prelude" im Arm einschläft, überzeugt die beiden total.

Von Jacks und Joeys Fähigkeiten beeindruckt, von denen des damaligen Bassisten Kelly Nichols weniger, überredet David die beiden, seinen alten Kumpel Joe doch mal anzutesten, der auch prompt Nichols ersetzt. Dieser startet später mit Faster Pussycat und den L.A. Guns auch recht erfolgreich durch. Nach drei Wochen eifrigen Probens entern sie ein Studio und spielen für 1000 Dollar innerhalb einer Woche das vermeintliche Demo "Virgin Steele" ein. Jack verschickt das Teil aber an alle möglichen Fanzines und Labels und erhält auch prompt Nachricht von Mike Varney, dem Chef von Shrapnel Records, der ankündigt, den Track "Children Of the Storm" auf den "US Metal Volume II" Sampler zu packen.

Kurze Zeit später sind die Jungs schon recht bekannt und beginnen, "Virgin Steele" in Eigenpressung an sämtliche Händler an der Ostküste zu liefern. Zwei Pressungen von jeweils 5000 Stück sind schnell ausverkauft und Fanpost erhält man unter anderem von zwei jungen Bands, eine aus Seattle mit Namen Queensryche und vier pickligen Jungfüchsen aus Kalifornien, die sich selbst Metallica schimpften.

Vertraglich wird man sich schließlich mit dem britischen Label Music For Nations einig, die später auch Metallica, Manowar und WASP unter Vertrag haben. "Guardians Of The Flame" erscheint '83 und mit "A Cry In The Night" in Europa und "Wait For The Night" in den Staaten gibt es zwei weitere Veröffentlichungen. Die Zukunft ist verheißungsvoll und alle sind guter Dinge, jedoch funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Jack und David nicht so recht.

Deshalb nimmt Jack zusammen mit Riot Sänger Rhett Forester ein Soloalbum auf und packt anschließend seine Koffer. In der Zwischenzeit jammen die restlichen drei mit einem Gitarristen namens Edward Pursino. Da sich Ed und David kompositorisch ideal ergänzen, ist die Trennung von Jack und die Integrierung von Ed in die Band nur der nächste logische Schritt. Nachdem "Noble Savage" '85 fertig gestellt und ein Jahr später erscheint, ist klar, dass Virgin Steele damit ein Meilenstein gelungen ist.

Man wechselt zum SPV Label und hat mit Manager Zoran Busic einen Mann in der Hinterhand, der schon Saga erfolgreich betreut hat. Auch die Europa-Touren mit Manowar und Black Sabbath sind sehr erfolgreich. Im Anschluss stehen die Arbeiten zu "Age Of Consent" an, worauf David alle Keyboards und fast alle Bass-Spuren einspielt, da Joe krankheitsbedingt ausfällt.

Die Jahre zwischen 1988 und 1992 sind alles andere als einfach, da Manager Busic einiges in den Sand setzt und Joe schließlich beschließt, die Band zu verlassen. Seinen Job übernimmt anfangs Teddy Cook, der schon bei Dio tönte, am Ende der Aufnahmen zu "Life Among Ruins" (passender Titel), zupft jedoch Rob DeMartino die Stahltrossen. Nachdem das Album in Europa kräftig live promoted wurde, platzt David beinahe vor Kreativität und kündigt seinem Label T & T Records eine Doppelveröffentlichung namens "The Marriage Of Heaven And Hell - Part I & II" an.

Dafür schreibt er selbst an die 30 Songs allein und mit Ed zusammen noch mal so viele. Da Rob das Angebot bekommt mit Rainbow auf Tour zu gehen, starten die Aufnahmen als Trio. Den Bass übernimmt kurzerhand Edward. Der erste Teil kommt mit 14 Songs 1994 auf den Markt und stellt "Noble Savage" noch in den Schatten. Der zweite Teil führt zwar Joey immer noch als Drummer auf, dieser ist aber in der Zwischenzeit ausgestiegen und durch Frank Gilchriest ersetzt worden.

Rob war zwar wieder zur Band zurück gekehrt, während der Aufnahmen aber wieder unabkömmlich, deswegen: different records, same procedure. Mit dem '98er Album "Invictus" kommt schließlich, für manche etwas überraschend, der dritte und abschließende Teil der "Heaven And Hell"-Saga. Doch damit nicht genug, plant David - dessen Vater ein bekannter Shakespeare Darsteller mit eigenem Theater in New York und dessen Schwester als Opernsängerin in ganz Europa unterwegs ist - eine Metal Oper, die auf den Namen "Klytaimnestra Oder Der Fluch Der Atriden" hört und in Memmingen uraufgeführt wird. Passend dazu erscheinen die CDs "The House Of Atreus - Act I & II", die die Umsetzung der Thematik mit einer Metalband vertont.

Doch natürlich legt sich der Mann nicht auf die faule Haut, sondern schiebt nach der EP "Magick Fire Music", die zwischen den beiden Atreus Scheiben liegt, gleich eine zweite Oper nach. "Die Rebellen" wird im Juni 2001 uraufgeführt und ist genauso erfolgreich wie "Der Fluch der Atriden". Gegen Ende des Jahres kommen mit "Hymns To Victory" eine Best Of-Scheibe und mit "The Book Of Burning" eine zweite CD raus, die acht neue und acht neu eingespielte Stücke beinhaltet. Immerhin kann David inzwischen auf 20 Jahre Virgin Steele zurück blicken.

Damit ist allerdings noch lange nicht alles gesagt, denn nachdem sie einen Gig in ihrer Heimatstadt Long Island für eine DVD mitschneiden, hilft David Jack Frost auf dessen Solo-Scheibe "Raise Your Fist To Metal" aus. Es dauert aber bis Anfang September 2006, ehe sich DeFeis mit einem neuen Virgin Steele-Album zurückmeldet. "Visions Of Eden - The Lilith Project - A Babaric Romantic Movie Of The Mind" zeigt David ein wenig ruhiger und verhaltener, als auf den letzten Veröffentlichungen.

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Virgin Steele auf dem Rock Hard Festival 2010 Die True Metaller waren ohne Basser ziemlich zahnlos.

Die True Metaller waren ohne Basser ziemlich zahnlos., Virgin Steele auf dem Rock Hard Festival 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Die True Metaller waren ohne Basser ziemlich zahnlos., Virgin Steele auf dem Rock Hard Festival 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Die True Metaller waren ohne Basser ziemlich zahnlos., Virgin Steele auf dem Rock Hard Festival 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Die True Metaller waren ohne Basser ziemlich zahnlos., Virgin Steele auf dem Rock Hard Festival 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Die True Metaller waren ohne Basser ziemlich zahnlos., Virgin Steele auf dem Rock Hard Festival 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Die True Metaller waren ohne Basser ziemlich zahnlos., Virgin Steele auf dem Rock Hard Festival 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Die True Metaller waren ohne Basser ziemlich zahnlos., Virgin Steele auf dem Rock Hard Festival 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Die True Metaller waren ohne Basser ziemlich zahnlos., Virgin Steele auf dem Rock Hard Festival 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Die True Metaller waren ohne Basser ziemlich zahnlos., Virgin Steele auf dem Rock Hard Festival 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Die True Metaller waren ohne Basser ziemlich zahnlos., Virgin Steele auf dem Rock Hard Festival 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Die True Metaller waren ohne Basser ziemlich zahnlos., Virgin Steele auf dem Rock Hard Festival 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Die True Metaller waren ohne Basser ziemlich zahnlos., Virgin Steele auf dem Rock Hard Festival 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele)

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