Porträt

laut.de-Biographie

Jonesmann

Nach den erfolgreichen Features auf Azads "Der Bozz" und Olli Banjos "Sparring" stand der Deutschrap-Newcomer des Jahres 2004 eigentlich recht schnell fest. Samson Jones aka. Jonesmann stammt aus dem Viertel Bonames im Norden der Stadt, einen Katzensprung entfernt von der berüchtigten Nordweststadt, und blickt eigentlich schon auf eine recht respektable Karriere zurück.

Über Bassröhre D-Flame lernt er 1992 Jeyz und Azad kennen, in deren Umfeld er auch die ersten musikalischen Gehversuche startet. Nach Auftritten mit den Asiatic Warriors gründet er gemeinsam mit Jeyz und Chan die Formation "Chabs". Den Ruf als tiefsinnige Poeten mit hartem Touch festigt das Trio mit mehreren Features, unter anderem mit Azad, D-Flame und Produzent Roey Marquis II. Jonesmann verfügt nicht nur über einen sehr guten Flow, er gibt mit seiner wohltuenden Stimme auch hochwertige R'n'B-Hooklines zum Besten, eine Fähigkeit, die vielen Rappern völlig abgeht, obwohl sich die meisten daran versuchen.

2001 trennt sich die Gruppe. Die Mitglieder konzentrieren sich auf Solokarrieren. In den kommenden drei Jahren avanciert Jonesmann zu einem begehrten Featuregast. Besonders die Zusammenarbeit mit Eko Fresh und Kool Savas auf dessen "Haus und Boot-EP" und Roey Marquis' "Herzessenz" bringen ihn weiter, denn seitdem ist auf jedem Marquis-Produzentenalbum mindestens ein Track des Frankfurters am Start. Auch auf Berliner Veröffentlichungen kann man seine Stimme nun öfter hören, ob auf dem Solodebüt des Ex-M.O.R.lers Fumanschu oder auf Jack Orsens "Note 1+".

Und so gehört er auch zu den ersten Künstlern, die von Azad Mitte 2004 auf dessen eigenem Label "Bozz-Music" gesignt werden. Auch auf dem ersten Lebenszeichen "Bozz Music Sampler Vol.1" macht Jonesmann eine gute Figur. Dass er es ist, dem die erste Soloveröffentlichung gebührt, untermauert seinen Stellenwert als Hoffnungsträger des Labels. Im Dezember 2004 steht mit "Macht, Käse, Flows, Cash" das zweite Mixtape des Rappers in den Läden (das erste, ebenfalls von DJ Kitsune gemischt, erschien 2003 unter dem Namen "The Best Of Mixtape Von Jonesmann"), bereits im Frühjahr 2005 folgt das reguläre Album, so der Plan.

Die Realität benötigt mit all ihren Widrigkeiten und labelinternen Schiebereien meist ein wenig länger. Jonesmann landet zwischendurch mit einer Club-Single einen Hit. "Fick Dich" ebnet endlich den Weg für sein langerwartetes Debüt-Album. "S.J." steht ab Ende Januar 2006 in den Plattenläden. Labelchef Azad gibt sich bei zwei Tracks persönlich die Ehre. P., Sti und Phrequincy sorgen für Beats, die mindestens so abwechslungsreich sind wie der von Jonesmann servierte Mix: Battlestyles treffen auf introvertierte Selbstreflektion, Rap auf Gesang.

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Alben

Jonesmann - S.J.: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2006 S.J.

Kritik von Dani Fromm

Abwechslungsreich, überlegt und gar nicht prollig. (0 Kommentare)

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