Porträt

laut.de-Biographie

Hilltop Hoods

Hip Hop ist längst zur globalen Bewegung avanciert, die vor der Abgeschiedenheit des fünften Kontinents nicht Halt macht. Australien hat seine Kopfnickerszene - auch wenn der Rest der Welt etwas länger braucht, um das mitzubekommen.

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Grüße aus der Gruft: Tupac Shakur trat beim Coachella Festival auf ... irgendwie ... live. Außerdem: Eierkuchen von MoneyBoy, Mörderbräute und die Suche nach dem perfekten Tag.

Immerhin: Das fünfte (!) Studioalbum der erfolgreichsten Hip Hop-Crew Down Unders erscheint 2009 endlich international und macht der Welt unmissverständlich klar: Australiens "State Of The Art" ist nicht von schlechten Eltern.

In den Hilltop Hoods bekommt man es keineswegs mit Anfängern zu tun: Die Wurzeln der bouncenden Truppe reichen zurück bis ins Jahr 1991. Da nämlich lernen sich Matt Lambert und Daniel Smith an einer High School in Adelaide im Süden Australiens kennen.

Smith, der den Bühnennamen Pressure führt, erinnert sich: "Pressure war mein Tag-Name. Früher waren wir alle Graffiti-Writer. Wir haben '92 mit dem Rappen angefangen, aber so richtig als Band formierten wir uns erst um '93."

Den Grundstein legt ein Freund der beiden. Er stellt Pressure und seinem unter dem Alias MC Suffa agierenden Kollegen Lambert Barry Francis vor. Als DJ Debris kümmert dieser sich um die Produktion. Für Cuts und Scratches sorgt bis zu seinem Ausstieg Ende der 90er Jahre DJ Next.

"An unserer Schule hörte jeder Hip Hop", erklärt MC Suffa seine musikalische Sozialisation dem Sydney Morning Herald. "Ich meine: einfach JEDER! Unsere Generation stand bereit, als Public Enemy groß waren, Run DMC, Ice T und LL Cool J."

Hilltop Hoods - State Of The Art Aktuelles Album
Hilltop Hoods State Of The Art
Um Hip Hop scheint es down under gar prächtig bestellt.

Unter denen, die sich selbst dem Rap verschreiben, sind die Lager geteilt: Während sich eine Fraktion möglichst nah an den US-amerikanischen Wurzeln orientiert, pflegt die andere ihre kulturelle Eigenständigkeit.

"Die einen wollen eben kommerziellen Erfolg haben, die anderen wollen Musik machen und sich selbst treu bleiben", so Suffa. Bei den Hilltop Hoods schämt sich niemand seiner Herkunft - oder seines australischen Akzents.

"Wir haben ohnehin niemals daran gedacht, Vollzeit-Berufsmusiker zu werden", fährt Pressure fort. "Wir waren jung, es hat Spaß gemacht und war unser Hobby. Wir haben unsere Jobs erst geschmissen, als wir angefangen haben, auf Tour zu gehen und alles ins Rollen kam."

Der Durchbruch gelingt - nach zahllosen Open Mic-Nights, DJ- und MC-Battles und mehreren Veröffentlichungen - 2003 mit "The Calling". Erstmals erreicht ein Album der Gruppe, die ihren Namen von ihrem Herkunfts-Vorort Adelaides, der 'Hilltop' genannt wird, ableiten, Platin-Status.

Der Nachfolger "The Hard Road" wiederholt diesen Erfolg und setzt noch einen drauf: Plötzlich sehen sich die Hilltop Hoods im Zentrum des Interesses und werden mit Preisen überhäuft. Zusammen mit dem Adelaide Symphony Orchestra entsteht 2007 eine Remix-Fassung von "The Hard Road".

Der Sound der Hilltop Hoods bringt die Erfahrungen der Protagonisten mit der Musik zusammen, die sie selbst beeinflusste: Rap von Notorious B.I.G., Gang Starr, KRS-One, aber auch Funk, Jazz und Soul. Langsam wird man auch im Ausland auf die umtriebige Truppe aufmerksam.

Die hat inzwischen die Hilltop Hoods-Initiative zur Förderung junger australischer Künstler ins Leben gerufen, Live-DVDs veröffentlicht und in Zusammenarbeit mit DC Shoe ein eigenes Sneaker-Modell auf den Markt gebracht. Auftritte in aller Welt folgen, 2009 rocken die Hilltop Hoods erstmals auch deutsche Crowds.

Ihr Erfolgsgeheimnis sehen die Crew-Mitglieder in ihrer Freundschaft: "Wir lieben alle drei, was wir tun, und wir genießen es. Solange das so bleibt, wird man das unserer Musik auch anmerken."

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