Porträt

laut.de-Biographie

Headman

Der Mann mit dem Kopf heißt im bürgerlichen Leben Robi Insinna und ist mächtig aktiv in der Zürcher Szene. Mal tritt er visuell als malender Künstler mit einer Vorliebe für plastische Farbflächen in Erscheinung. Dann wieder nimmt sein künstlerischer Output als akustisches Erlebnis Formen an und firmiert unter einem seiner Alter Egos wahlweise als Headman oder Manhead. Unter diesen Pseudonymen gehört er spätestens seit seinem weltweit sehr positiv aufgenommenen Album "It Rough" zu den Remix-Stars der Szene.

Franz Ferdinand geben ihre Tracks genauso in seine Obhut wie die Schweizer Synthie-Urgesteine Yello oder die New Yorker Electro-Punker von The Rapture. Daneben arbeitet er mit seinem Landsmann Beat Solèr aka Seelenluft zusammen, wenn es darum geht, dessen Hitsingle "Manila" nochmals durch das Mischpult zu jagen. Auch der Müncher Obergigolo DJ Hell schickt die Tracks seiner Künstler gerne nach Zürich und so dreht Headman den von Gina X wieder aufgelegten Disco-Track "No G.D.M." durch den Remixwolf.

Bei all seinen Produktionen legt Headman keinerlei Scheuklappen an. So dürfen sich auf seinem Album "It Rough" funkige Housenummern genauso finden wie punkiger Discotrash. Der große musikalische Background des Zürchers spiegelt sich auch in seinen Remixarbeiten wider, deren verbindendes Element der Bezug zur Clubkultur bildet. Darunter verbucht Robi Insinna eine erfrischende Vielfalt an Einflüssen und Interpretationsmöglichkeiten, die ihn zu einem der vielseitigsten Produzenten machen. Kein Wunder, dass Headman gerade auf den britischen Inseln, wo die Genregrenzen im Gegensatz zum Kontinent seit jeher etwas flexibler verstanden werden, von allen Top-DJs gespielt wird.

Als sei dies alles noch nicht genug, betreibt Robi Insinna von Zürich aus sein 2001 gegründetes Label Relish Records, wo er mit seinen Manhead-Releases den überwiegenden Teil des Back-Katalog bestreitet und regelmäßig Parties mit internationalen Gast-DJs an den Turntables veranstaltet.

Mit seiner 2004 veröffentlichten Mix-CD "Dance Modern" gastiert der Schweizer auf dem belgischen Label Eskimo Recordings und demonstriert dort einmal mehr, zu welchem Brückenschlag er an den Plattenspielern fähig ist. Bobby O.'s White Trash-Transvestit Divine reicht hier neuem Material von Alter Ego und Rex The Dog die Hand und reist mit Lene Lovich in die Anfangstage von Disco.

2005 erscheint das selbstbetitelte Debüt seines Manhead-Pseudonyms, das unter anderem eine Zusammenarbeit mit Christian Kreuz bei der Cover-Version von "Birth, School, Work, Death" enthält. Beim zweiten Headman-Album "On" hat Insinna eine Reihe illustrer Namen am Start: Matt Safer, Stephen Dewaele, Anthony Roman, Ed Laliq oder Erol Alkan.

2006 feiert Headman den Geburtstag seines Labels Relish Records mit der Veröffentlichung einer Doppel-Compilation.

Alben

Headman - On: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2006 On

Kritik von Gregory Britsch

Frisch klingender Sound, der sich an der Vergangenheit orientiert. (0 Kommentare)

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