Porträt

laut.de-Biographie

Fleur Earth Experiment

Vergleicht die Kritik eine junge Frau, die noch dazu auf Deutsch singt, in einem Atemzug mit Minnie Riperton, Madlib, Erykah Badu und Dudley Perkins, lohnt es sich zweimal hinzuhören. In voller Besetzung sind die Damen und Herren vom Kölner Fleur Earth Experiment zu sechst. Den Namen leiht ihnen ihre auch auf der Bühne äußerst präsente Frontfrau.

Fleur, die ihrem Namen über den Zusatz Earth Bodenhaftung verleiht, lebt zunächst in der DDR, später in der Demokratischen Republik Kongo. In ihren Teenagerjahren verschlägt es sie zurück nach Deutschland. Über einige Umwege landet sie in Köln.

Hier kommt sie mit der Rap-Szene in Kontakt und beginnt, mit Sprache, Reimen, Poesie und Lyrik zu experimentieren. Ihre Texte, oft ein wenig abstrakt und schwer zu greifen, bringt sie mit lupenreiner Soul-Stimme unters Volk.

Um Fleurs Musik auch auf die Bühne zu transportieren, formiert sich in ihrem Freundeskreis im Herbst 2005 die dafür nötige Live-Band. In den Reihen des Fleur Earth Experiments sitzt Lewis Gropp am Schlagzeug, Daan Henderson greift in die Tasten, Max Girkens spielt Gitarre. Den Bass versorgt Tim 'Twit One' Purnell.

Am Mikrofon lässt sich Fleur Earth von Sangeskollegin C:Mone unterstützen. Mit glatt poliertem Neo-Soul hat die Darbietung der beiden Damen nichts gemein. Ihre poetischen Zeilen scheinen direkt aus der Seele zu kommen und machen hörbare Anleihen beim Rap.

Die musikalische Untermalung fusioniert Soul und Hip Hop mit Beigaben aus Reggae und Jazz: eine Mixtur, für die bald die Bezeichnung "Straßensoul" aufkommt. Anfang 2006 erscheint eine erste EP.

Im Sommer 2008 wartet die Frontfrau der Truppe mit einer Art Alleingang auf: Für ihre EP "Skurreal" nutzt sie melodiöse, stimmungsvolle Beats, die größtenteils von Mitstreiter Twit One, teilweise aber auch von Hulk Hodn stammen, einer Hälfte von Huss & Hodn. Wieder einmal regnet es große Vergleiche, die diesmal von Pete Rock über MF Doom zum seligen J.Dilla reichen.

"Wir funktionieren wie ein Uhrwerk", kommentiert Fleur das Zusammenspiel mit ihren Bandkollegen, die ab dem Debüt-Album "Soul Des Cabots" dann wieder alle zusammen an den Start gehen. "Die Zahnräder greifen perfekt, und alles dreht sich im richtigen Rhythmus." Und der groovt ebenso unüberhörbar wie unaufhaltsam.

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