Porträt

laut.de-Biographie

Erykah Badu

"Weder Queen, noch Diva. Erykah Badu, die Göttin", resümiert Stefan Johannesberg über "World Wide Underground". "Sie ist die Queen des Neosoul, kein R'n'B-Flittchen, nein, eine echte Künstlerin", spricht die Stimme der Kritik an anderer Stelle. Von offizieller Seite erhalten diese Statements Unterstützung von mehreren Grammys und den damit verbundenen Platinauszeichnungen. Aber spulen wir zurück zum Anfang.

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Der Zähler beginnt am 26. Februar 1972 zu laufen. Als Erica Abi Wright kommt Erykah Badu in Dallas zur Welt. Ihre Mutter - Schauspielerin am städtischen Theater - zieht sie und ihre beiden Geschwister alleine auf. Im Alter von vier Jahren steht die kleine Erica gemeinsam mit ihrer Mutter auf der Bühne des Dallas Theater Centers. Von ihrer Mutter lernt sie auch Zeichnen, Singen und Tanzen.

Als Teenager ändert Erica Wright ihren Namen. Sie sieht ihn durch die Sklaverei vorbelastet, aus "Erica" wird "Erykah", weil "Kah" das fehlerlose, "Innere selbst" bedeutet. "Badu" ist einfach eins ihrer Lieblingsworte, welches sie beim Singen endlos wiederholt. Nach der Highschool beginnt sie ihr Studium, bricht es aber bald wieder ab, um sich besser um ihre musikalische Karriere kümmern zu können. Sie jobbt und nebenbei gründet sie mit ihrem Cousin Robert Bradford die Hip Hop-Formation Erykah Free.

Auf einer Party lernt sie Tim Grace, den Chef von Legacy Entertainment, kennen. Der ist von ihrem Gesang so angetan, dass er sie prompt zu Demo-Aufnahmen einlädt. Wiederum ist Grace begeistert und schafft es, Erykah Badu im Vorprogramm von A Tribe Called Quest, Method Man, Arrested Development und Mobb Deep unterzubringen.

Ihre Demo-Aufnahmen werden weiter gereicht und landen schließlich auf dem Schreibtisch von D'Angelos Manager, der Erykah gerne für sein Label (Kedar Entertainment) verpflichten würde. Inzwischen ist ihre Popularität allerdings so groß, dass auch andere Plattenlabels mit Verträgen locken. Trotzdem unterschreibt Erykah einen Vertrag bei Kedar Entertainment, der sich allerdings nur auf sie selbst bezieht, nicht auf die Band Erykah Free! Dementsprechend begeistert ist ihr alter Partner Robert Bradford.

Erykah Badu verlässt Dallas und siedelt nach Brooklyn, um ihr Debüt aufzunehmen. Ihre Plattenfirma kümmert sich vorbildlich um ihre Karriere und verschickt lange vor der Veröffentlichung unzählige Demos an Clubs und Radiosender. Dann ist es endlich soweit. "Baduizm" erscheint Anfang 1997 und erreicht in den USA in weniger als vier Wochen Platinstatus. Mit "On And On" hat Erykah einen Singlehit, im Sommer tourt sie gemeinsam mit Cypress Hill, Pharcyde, Outkast und George Clinton. "Baduizm" erhält schließlich einen Grammy für das beste R&B Album, die Single "On & On" sahnt den Grammy für die "Best Female R&B Vocal Performance" ab.

Dann geht die Post richtig ab. Sie nimmt Duette mit verschiedenen Künstlern auf, u.a. "You Got Me" mit den Roots, was ihr abermals einen Grammy beschert. Ende 2000 erscheint ihr zweites Studioalbum - "Mama's Gun". 2003 etabliert sich Erykah mit ihrem superbem, dritten Studioalbum "World Wide Underground" endgültig als Queen Of Neo-Soul.

Nach mehrjähriger Babypause, in der sich nicht ganz inaktiv ist (2007 ist sie gemeinsam mit Sergio Mendes und Will.I.Am für einen Grammy nominiert), verkündet Erykah Badu auf "New Amerykah": 'Liebe Kinder, Finger weg von dieser Platte'. Denn was sie auf dem vollständig mit "New Amerykah Part One (4th World War)" betitelten Album darreicht, ist definitiv Kost für Erwachsene. Irgendwo zwischen popmusikalischem Experiment, New Soul, Hip Hop und Adult Contemporary siedelt Badu ihr neues Amerika an.

"Auf dem Cover wächst Badu die Realität der Amerykahner aus dem Afro: Geländewagen, Waffen, Industrie, Geld, Drogen. Im Booklet zielt ein gealterter Uncle Sam mit blutroten Augen mit einer Waffe auf den Leser. Geschossen wird in alle Richtungen. Mal ist es die Gettorealität, mal der Materialismus, dann wieder das Schicksal. Erst gegen Ende der Platte scheint die Wut raus zu sein" (Gregor Jossé).

Außerhalb ihrer musikalischen Laufbahn engagiert sich Erykah sehr für ihre Charity-Organisation Beautiful Love Incorporated Non Profit Development (B.L.I.N.D.), die sich den Jugendlichen in Dallas mit Musik-, Tanz-, Theater- und Kunstprojekten widmet.

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3 Kommentare mit 25 Antworten

  • Vor 6 Monaten

    Ihr seid bezüglich der Dame wohl nicht mehr so auf dem Laufenden? Keine Review, noch nicht mal ne kleine News zu ihrem neuen Mixtape?

    • Vor 6 Monaten

      Schon reingehört?

    • Vor 6 Monaten

      Gut aufgepasst Mon-Robbe. Erykah zu vernachlässigen steht unter Strafe. Sag mal was zum Mixtape? Werds gleich mal loaden.

    • Vor 6 Monaten

      Jo das seh ich auch so, wurde hier vor einigen Jahren noch gehyped ohne Ende und dann verpasst man sowas? Kein Wunder dass sie in der deutschen Öffentlichkeit nicht stattfindet wenn nicht mal laut.de berichtet. Jo reingehört und es ist lohnt sich auf jeden Fall. Gibt es auf spotify zu hören. Klingt für ihre Verhältnisse aber ganz schön Mainstream HipHoppig vom Sound her, aber gleichzeitig strange und interessant.

    • Vor 6 Monaten

      Das Tape heißt im übrigen "But you Caint use my Phone" und ist auch bei Apple Musik erhältlich. Werde es heute hören, bin schon gespannt. Danke nochmal an Mon-Robbe für das zeitige intervenieren hier!

    • Vor 6 Monaten

      Dieser Kommentar wurde wegen eines Verstoßes gegen die Hausordnung durch einen laut.de-Moderator entfernt.

    • Vor 6 Monaten

      Dieser Kommentar wurde vor 6 Monaten durch den Autor entfernt.

    • Vor 6 Monaten

      Dieser Kommentar wurde vor 6 Monaten durch den Autor entfernt.

    • Vor 6 Monaten

      Dieser Kommentar wurde wegen eines Verstoßes gegen die Hausordnung durch einen laut.de-Moderator entfernt.

    • Vor 6 Monaten

      lies bitte genauer anstatt Leviten

    • Vor 6 Monaten

      Erster Durchgang ist vorbei, ein etwas wirrer Eindruck macht sich breit, so richtig greifbar und eingängig konnte ich nur "Phone down" und "whats your phone number" herausstellen. Aber es tat generell sehr gut mal wieder ihre Stimme zu hören, immernoch eine der Besten.

    • Vor 6 Monaten

      Dieser Kommentar wurde wegen eines Verstoßes gegen die Hausordnung durch einen laut.de-Moderator entfernt.

    • Vor 6 Monaten

      garrit, dafür dass ich dich lediglich auf ein faupas hingewiesen habe finde ich deine ausdrucksweise verhältnismäßig schroff. ich habe genau gelesen und da steht der kommentar wurde durch den autor entfernt.

      kackstiefel, ich schätze den altersdurchschnitt auf diesem forum bei anfang 20 ein. von daher würde ich garrit und genrefremdi nicht unbedingt als verblödete wirrköpfe titulieren sondern die ursache ihrer unkentnis eher bei mangelnder erfahrung verorten.

    • Vor 6 Monaten

      bitte auch weiterhin die augen offen halten, levitenlurch
      der von mir gelöschte beitrag befindet sich ordnungsgemäß hier im badu-faden verankert als eigenständiger themensatz. ich verbitte mir ausdrücklich diese mindestens schroffe, gar eher blümerante ausdrucksweise

    • Vor 6 Monaten

      Tape ist n Grower, heute 2 x im Zug gehört, da kommt langsam was rüber.

    • Vor 6 Monaten

      Das hättest du aber wissen können, die Grower Eigenschaft ist doch üblich bei ihr.

    • Vor 6 Monaten

      In welchen Zügen biste denn so unterwegs, Lauti?

    • Vor 6 Monaten

      Ma was anderes. Diese Dunning-Kruger-gestörte Fakewelle a la LevitenLeser... Ebbt das hier irgendwann auch wieder mal ab?

      Sollte doch jedem "stillem Mitleser" bis hierher klar sein, dass der laut.de-Award für den User, der am wenigsten den durch seinen Accountnamen geweckten Erwartungen entsprechen konnte, jährlich auf Lebenszeit an "Der_Zyniker" von Sancho geht.

      Das toppt auch keiner, der augenscheinlich nicht mal sich selbst gescheit die Leviten oder irgendwas anderes lesen kann, wenn man mal davon ausgeht, dass die Fähigkeit, eine Sprache zu lesen, doch recht eng mit der Fähigkeit, in ihr zu schreiben, verknüpft ist...

    • Vor 6 Monaten

      mon-robbe, komm irc gromky chat, authe Dich, verifizier Dein Auht im Lea won Profil-Chat, dann talken wir about den shit.

  • Vor 6 Monaten

    Immerhin gibts jetzt einen Vermerk. Wäre sehr nice wenn noch ein Kommentar oder ne Review folgt ;)

  • Vor 6 Monaten

    Dieser Kommentar wurde wegen eines Verstoßes gegen die Hausordnung durch einen laut.de-Moderator entfernt.